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TU Berlin

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Thorsten Dame

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Dissertation

Elektropolis Berlin. Die Energie der Großstadt.
Bauprogramme und Aushandlungsprozesse zur öffentlichen Stromversorgung in Berlin.


Zielsetzung der Dissertation „Elektropolis Berlin. Die Energie der Großstadt" ist es, mit einer wirtschafts- und architekturhistorisch fundierten Untersuchung zum aktuellen Diskurs zur Corporate Governance und Corporate Responsibility beizutragen. Am Beispiel der Berliner Elektrizitätswerke werden die Aushandlungsprozesse zwischen privatwirtschaftlichen und kommunalen Interessen untersucht. Wird die Architekturpolitik eines Unternehmens aus diesem Blickwinkel betrachtet, offenbaren sich die jeweils dominierenden Akteurskonstellationen und ihre handlungsleitenden Absichten, Beziehungen und Konflikte, die auf die Bauten und Bauprogramme Einfluss nehmen und von diesen aus in folgende Verhandlungen zurückwirken.

Als gewichtige externe Stakeholder in diesem Prozess treten staatliche und kommunale Einrichtungen in der Wahrnehmung öffentlicher Interessen auf. Unter dem Einfluss politischer Parteien, gegliedert in verschiedene Gebietskörperschaften, aufgeteilt in Ressorts und Kompetenzbereiche, treten auch hier divergierende Vorstellungen auf, denen gegenüber sich das Unternehmen zu positionieren hat. Nicht zuletzt kommen Kun¬den und Interessenverbände, Zulieferbetriebe und Konkurrenzunternehmen, Lizenzgeber und Kooperationspartner hinzu und verdichten das Handlungsfeld zu einem Geflecht von Interessen und Meinungen, die sowohl die technischen, wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und sozialen Rahmenbedingungen bestimmen und in alle Entscheidungsprozesse hineinwirken.

Eingebunden in nationale und internationale Entwicklungsprozesse, orientiert an US-amerikanischen Managementkonzepten und gebunden an lokale Usancen entwickelte sich die Berliner Elektrizitätsversorgung von 1884 bis 1931 zu einem der weltweit größten, leistungsstärksten und modernsten Unternehmen der Elektrizitätswirtschaft. In ihren regelmäßig neu aufgelegten Bauprogrammen treten die jeweiligen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Ansprüche an das Unternehmen und die Konstellationen der jeweils meinungsbildenden Kreise deutlich hervor. Durch das Einfügen der Bauten in herrschende Gestaltungsvorstellungen kann und muss ein Unternehmen Bereitschaft zur Eingliederung in einen gemeinsamen Wertekontext demonstrieren, um mit ihnen in Vorleistungen für die Aushandlung wirtschaftlich relevanter Interessenkonflikte zu gehen, die sich im Kerngeschäft ergeben.

In diesem Zusammenhang ist die Unternehmensarchitektur als Teil der Community Relations zu verstehen, als Element und Instrument in einem Beziehungsgeflecht von privaten, öffentlichen, unternehmerischen und zivilgesellschaftlichen Interessen. Dieser Begriff trifft präziser als die auf Werbewirksamkeit reflektierenden Begriffe Corporate Image, Corporate Design oder Corporate Architecture die Rahmenbedingungen, in denen sich metropolitane Unternehmen mit ihren Bauten in einem kulturell und sozial vorgeprägten Umfeld bewegen und darin nicht nur agieren, sondern in gleichem Maße oder so¬gar weitaus stärker reagieren.

Lebenslauf / Curriculum Vitae

WS 2005 - 2010
Lehrauftrag an der Technischen Universität Berlin
für Städtebauliche Denkmalpflege

WS 2005 - 2010
Lehrauftrag an der Technischen Universität Berlin
für Industriedenkmalpflege

2009
Wissenschaftliche Aussprache zur Dissertation

2007
Visiting Scholar, Columbia University New York
Graduate School of Architecture, Planning and Preservation

2005 - 2007
Stipendiat im Transatlantischen Graduiertenkolleg Berlin - New York.
Dissertation zum Thema „Elektropolis Berlin. Die Energie der Großstadt. Bauprogramme und Aushandlungsprozesse zur öffentlichen Stromversorgung in Berlin."

2007
Co-Teaching an der Technischen Universität Berlin
Center for Metropolitan Studies

WS 2003 bis SS 2006
Lehrveranstaltungen an der Universität der Künste Berlin.
Institut Geschichte, Theorie und Kritik der Architektur.

2002-2003
Forschungsprojekt „Der Overbeck-Pavillon. Ein Ausstellungsbau der Moderne in Lübeck."

2002-2003
Mitarbeit im Forschungsprojekt „ Altes Museum" der Technischen Universität Berlin
im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung.

2002 - dato
Gründung des Büros Laufwerk B - Architekturkommunikation.
Wertermittlung historischer Baudenkmale und Entwicklung denkmalgerechter Nachnutzungskonzepte.

2000-2002
Studium Historische Bauforschung und Denkmalpflege
an der Technischen Universität Berlin.

1999-2002
Studium der Architektur an der Hochschule der Künste Berlin.

1998-2002
Architekturbüro Yamaguchi und Essig, Berlin
Projektleiter für den Neubau der Europa-Universität, Frankfurt (Oder).
Brandenburgischer Architekturpreis des BDA 2004.

1993-1998
Studium der Architektur an der FH Lübeck.
Tutoriat Prof. Dr. Wolfgang Tonne: Entwicklungslinien der Moderne.

1992-1993
Fachoberschule Hamburg

1989-1992
Lehre als Bau- und Möbeltischler in der Hansestadt Lübeck.
Schwerpunkt Sanierung und Restaurierung historischer Gebäude und Möbelbau.

Publikationen, Vorträge etc. / Publications, Lectures etc.

Publikationen und Beiträge

Uwe Altrock, Deike Peters, Sandra Huning (Hg.)
Symbolische Orte: Planerische (De-)Konstruktionen.
Planungsrundschau 17
Berlin 2010

Gruss, Peter (Hg.)
Die Max Planck-Gesellschaft als Bauherr
der Architekten Hermann Fehling und Daniel Gogel.
Berlin 2009

Vattenfall Europe (Hg.)
Umformen. Converting Berlin Südkreuz.
Berlin 2008

Thorsten Dame, Matthias Seidel (Hg.)
Weiterbauen 70
Universität der Künste Berlin
Geschichte, Theorie und Geschichte der Architektur
Berlin 2007

Grube, Hans Achim (Hg.):
New Power. Elektropolis im Wandel
Berlin 2007

Seidl, Ernst (Hg.)
Handbuch der Bautypen.
Funktionen und Formen
Stuttgart 2006

Grube, Hans Achim (Hg.):
Nach Nutzung | Re Use
Berlin 2006

Grube, Hans Achim (Hg.):
Kraft und Energie
Berlin 2005

Universität der Künste (Hg.):,
Jahrbuch der Universität der Künste
Berlin 2005

Bewag (Hg.):
Perspektiven junger Architektur
Berlin 2004

Universität der Künste (Hg.):
Jahrbuch der Universität der Künste
Berlin 2004

Dame, Thorsten:
Der Overbeck-Pavillon.
Ein Ausstellungsbau der Moderne in Lübeck
Berlin 2003

Vorträge und Konferenzen

2009

Gastvortrag
Impulse aus dem Bestand
Technische Fachhochschule Berlin
Berlin Studio

Gastvortrag
Nutzungsszenarien und Entwicklungschancen
der Berliner Industrielandschaft
Technische Universität Berlin
Masterstudiengang Historische Urbanistik

Gastvortrag
Cui bono?
Public Private Partnership
als Strategie im Immobilienmanagement
der Vattenfall Europe AG
Technische Universität Berlin
Masterstudiengang Historische Urbanistik

2008

Podiumsteilnehmer
Rekonstruktion oder Neubauten?
Die Zukunft der Meisterhäuser in Dessau
Bauhaus Dessau

Konferenzbeitrag
Logistiken & Infrastrukturen der 1920er Jahre
Das festeste Kreditinstrument der Stadt:
Die Berliner Elektrifizierungspolitik 1923-31
Humboldt Universität zu Berlin
Technische Universität Berlin

Gastkritik
US Survey and India Imprint
Technische Universität Berlin
Institut für Architektur
Prof. Luis Feduchi

Gastkritik
Wohnen und Arbeiten am Wasser
Technische Universität Berlin
Institut für Architektur
Prof. Klaus Block

Zusatzinformationen / Extras

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