direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Lebenslauf / Curriculum Vitae

EDUCATION

from 02/08    
Visiting PhD at Columbia University (NYC), Department for Germanic Languages and Literatures, DAAD Scholarship.

from 03/2005 
PhD project: "The Surreal City. Symbolic Topographies of Urban Space"; Affiliated PhD-candidate at the "Centre for Metropolitan Studies Berlin- New York" at the TU-Berlin.

08/2006 - 11/2007
"European Masters in Comparative Urban Studies" at the University of Urbino and Milan (Italy) with a focus on urban governance. Thesis: "The Cyborg City. Landscapes of Stories - Artifacts and Socio-Narrative Figurations in Urban Space. A Comparison of the Symbolic Topographies of Street Lamps in Copenhagen and Berlin" (Grade A).

12/2003         
Master of Arts (Magister Artium) in Sociology, Psychology, Occupational and Economical Studies, grade 1.2 (very good=1.0; failed=6.0), Otto-von-Guericke-University Magdeburg (Germany). Majors: qualitative methodology, autobiographical-narrative interviews, micro-sociology, conversation analyses, research design, evaluation, urban sociology, environmental psychology. Thesis: "City Planning as Creating Urban Reality - A Qualitative Research on Urban Planning Processes" (grade 1.0); 270 CP (ECTS).

TEACHING EXPERIENCE

04/2005 - 02/2008
Teaching Assistant: Teaching three different seminars - titles of seminars:  "Cyborg City", "Urban Space and Materiality", "Life in Space". Reading in Sociology of Everyday life, Urban Sociology, Chicago-school, Actor-Network-Theory (ANT), Cultural Studies and Urban-Philosophy. The course included field studies, individual presentations and empirical research. Taught at the undergraduate and graduate level.

10/1996 - 02/2004  
Tutor: Five different seminars in: urban sociology, qualitative sociology, symbolic interactionism, micro-sociology, gender studies and a introduction course in descriptive statistic. Readings in Micro-Sociology, Symbolic-Interactionism (Goffman) and the construction of gender, including analyses of newspaper articles, interview segments, and other materials.

REASERCH

01/2005 - 04/2006  
Research-Project Manager: Occupation: EU-Research project "Cognitive presentation of urban space - A market analysis of the spatial and functional uses of residential areas". Working with cognitive maps and narrative interviews. Developing a research design, training local residents in ethnographic methodology, analyzing and presenting the findings.

03/2001 - 10/2005  
Research Assistant and Student Assistant: Occupation: Analyzing quantitative data from hospital services using SPSS and Excel. Qualitative research: developing research design, analyzing drinking habits of children by interviewing kindergarten educators. Visualization and documentation of statistical data.

03/2001 - 12/2003  
Student Assistant: Occupation: Research project "Models of teleworking - A quantitative study on ergonomic conditions of teleworking". Analyzing basic statistical data by using SPSS and Excel.

08/1998 - 10/1998  
Internship: Occupation: evaluation of living standards, presentation of statistical data, participating at planning boards, evaluation of local residents and their satisfaction with their urban environment.

PRESENTATION

06/2008
Paper presentation at the international conference TAG (the theoretical archaeology group) at Columbia University; Title: "Material Societies and the Hierarchy of Things".

05/2007
Paper presentation at the international workshop "Urban Ontologies - Importing Actor-Network Theory into Urban Studies" at the Center for Metropolitan Studies (TU-Berlin); Title: "Cyborg City - Socio-Narrative Networks and Symbolic Figurations in Urban Space - Towards an Urban Ontology".

STUDIES ABROAD

from 02/2008
New York City (US): Stay at Columbia University as a PhD visiting scholar, curses in cultural studies and sociology.

05/2007 - 09/2007
Copenhagen (DK): Stay at the department of Geography as part of a European Masters program in "Comparative Urban Studies".

08/2006 - 10/2006
Urbino (Italy): Masters program in Comparative Urban Studies" at the Università DI Urbino "Carlo Bo.

03/1999 - 09/2000
Bangor (UK): Stay at the University of Bangor as part of an exchange program, studies in sociology and psychology, "Erasmus" scholarship.

03/1998 - 07/1998  
Vienna (Austria): Stay at the University of Vienna, studies in sociology and philosophy.

Dissertation

DIE SURREALE STADT

Bedeutungstopographien urbaner Materialitäten - Eine Mikrosoziologie der Vernatürlichung künstlicher Lebenswelten

„Die Erkenntnis der Städte ist an die Entzifferung ihrer traumhaft

hingesäten Bilder geknüpft."

(Kracauer 2009)

AUSBLICK

Das Surreale entpuppt sich, wie wir im Folgenden sehen werden, als grundlegendes Existenzprinzip des Städtischen und als das Lebenselixier des Städters, der, allen Rationalitätsbeschwörungen der modernen Welt zum Trotz, immer bestens gerade um jene Widersprüchlichkeiten und bizarren Un-Logiken einer Stadtwelt Bescheid weiß, über die sich außerhalb seiner selbst die gesamte Welt (Nachbarn wie Behörden) in Schweigen hüllt.

Und so gerät die Lebenswelt des Städters zu jenem Reibungspunkt, in dem sich die Widersprüchlichkeiten und Verwerfungen zwischen individuellen städtischen Wirklichkeiten einerseits und dem Anspruch einer rationalen Welt andererseits, sich bündeln und zu einer Sphäre verdichten, in der das Absurde und das Surreale zur Alltäglichkeit gehört. Für den Städter ist die Stadt angeeignet und fremdverwaltet, bekannt und unbekannt gleichermaßen, sie gehört einem und gehört einem nicht, sie erweist sich als wohlbekannte Heimat und zugleich als ferngesteuertes Konstrukt, sie ist in Teilen verstehbar und doch im Ganzen unverständlich, sie ist vertraut und grotesk, rational und metaphysisch.

THEMATSICHE FOKUSSIERUNG

Wer sich der Stadt widmet, blickt nicht nur in den Hauptaufenthaltsraum des menschlichen Daseins, sondern widmet sich zugleich einem Universum, das an Komplexität und Vielfältigkeit kaum zu übertreffen ist. Die Stadt ist nicht nur Mysterium der Vergangenheit, sondern auch Rätsel der Gegenwart und Ort von Mythologien und Legenden, die sich mit dem >>Realen<< zu einem Gefilde verbindenden, in dem das >>Wirkliche<< immer auch unwirkliche Züge trägt und das Unwirkliche immer auch real ist.

Sie ist Szenario von Träumen und Alp-Träumen (Calvino 1974), sowie Verbindungsraum des Konkreten (Materiellen) und Illusionären (Certeau 1988). Sie ist Ankunftsort und Existenzraum für Sesshafte, Touristen, Immigranten und Nomaden jeglicher Manier (Baumann 1998, 2002) und damit immer auch zugleich Ort des Fremden und des Eigenen (Schütz 2002; Simmel 2002). Sie ist Architektur und Gestalt des Konkreten und des Imaginären (Lynch 1984, 2001) und besitzt damit eine dualistische Ambivalenz, die sich ohne eine „Entzifferung ihrer traumhaft hingesäten Bilder" (Kracauer 2009, S. 55) nicht erfassen lässt.

Die Stadt ist natürlich nicht nur Ort einer mikro-soziologischen Traumlandschaft, sondern auch die Schnittfläche eines geopolitischen und sozial-ökonomischen Systems gleichermaßen (Lefebvre 1991), doch als Knotenpunkt materieller Transformationsprozesse ist sie nicht nur Funktionsapparat eines gesellschaftlichen Systems (Harvey 1973), sondern zugleich auch Gebärmaschine einer sinnlichen Metaphysik, welche das Materielle mit dem gesellschaftlichen Korpus verklebt.

Die Illusion, das vergessene Stiefkind einer Stadtforschung, die sich der Stadt zu nähern scheint, als würde sie in das Funktionsgetriebe eines Hochleistungsapparates blicken, ist die Begegnungsstätte, in der das Überindividuelle (Ökonomie, Institutionen und Materialitäten) und das Individuelle (Lebenswelt und Augenblick) aufeinandertreffen. Dieser Bewegungsraum ist gewissermaßen unser Untersuchungsgegenstand, dem sich diese Arbeit widmet.

III. ARBEITSTHESE: IRRATIONALITÄTEN ALS NORMALZUSTAND

Das ist die große These, der wir hier folgen werden, nämlich die Stadt, trotz ihrer rationalen und ordnungspolitischen Ambitionen, als eine ontologische Irrationalität zu begreifen, die durch die Konfrontation von individuellen und institutionellen Wirklichkeiten, sowie aus der Fehde zwischen Subjekten einerseits und Objekten und Materialitäten anderseits, eine Landschaft aus den unterschiedlichsten Unverstehbarkeiten und Verstehbarkeiten generiert, zu denen sich der Städter nicht nur verhalten muss, sondern an deren Entstehung er maßgeblich beteiligt ist.

Aus Sicht der Moderne ist es eine Topologie des Irrationalen, die wir aufspüren und untersuchen und die wir im Kontrastprogramm zu einer gängigen politischen oder sozial-ökonomischen Forschungsagenda durchleuchten wollen, welche die Stadt selbstredend als eine logische und funktionale Einheit beschreibt.

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe