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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Asta von Schröder

Lupe

Dr. des. Asta von Schröder
Leuphana Universität
Lüneburg College
Scharnhorststraße 1
21335 Lüneburg
04131.677-1416

asta.vonschroeder@leuphana.de

Dissertation

Bilder und Botschaften im Bauschmuck großstädtischer Bahnhöfe (1850 – 1950)

Seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts standen die großen Kopfbahnhöfe der Metropolen für den Geist des neuen technischen Zeitalters: die Gebäude waren funktional in der Planung, und waren zugleich reich geschmückt mit Statuen, Fresken, Glasfenstern und Reliefs, die den Glauben an die Überlegenheit der neuen Technologien und den industriellen Fortschritt spiegelten.
 
Das Dissertationsprojekt konzentriert sich auf den bildlichen Schmuck westeuropäischer und nordamerikanischer Bahnhöfe, die zwischen Mitte des neunzehnten und Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, dem eigentlichen Eisenbahnzeitalter, entstanden sind. Es verfolgt drei Ziele:
 
Erstens sollen die Themen festgestellt werden, die für die Ausstattung von Bahnhofsgebäuden als angemessen erachtet wurden. Darunter fallen der beginnende Massentourismus, die veränderte Wahrnehmung von Raum und Zeit, die neuen Technologien und die veränderte Infrastruktur, und die Wirtschaftszweige, von der die und die von der Eisenbahn profitierten. In den Bahnhöfen spiegelten sich aber auch die nationalen Mythen, die für politische Ziele eingesetzt wurden, beispielsweise in der Zeit der Nationalstaatenbildung oder während der faschistischen Neuorganisation von Staaten. Außerdem dienten sie als Erinnerungsorte und beherbergen bis heute zahllose Denkmale und Gedenktafeln.
 
Zweitens werden diese Themengebiete in ihren künstlerischen, historischen und kulturellen Kontext gesetzt. Die Herausforderung besteht darin, die festgestellte allgemeine Thematik mit der ortsabhängigen Idiosynkrasie eines spezifischen Beispiels auszubalancieren.
 
Das reziproke Verhältnis des Ortes “Bahnhof” und seiner Ausstattung wird ein Leitmotiv der Untersuchung bilden: einerseits werden die Eisenbahn und ihre Technik und Fahrzeuge, Arbeiter und Werkzeuge thematisiert. Andererseits beeinflusst der Ort die ikonologische Bedeutung einiger Objekte.
 
Drittens sollen die in der Ausstattung gefundenen Botschaften auf ihren kommunikativen Wert hin untersucht werden – waren sie für das angesprochene Publikum verständlich? Reflektieren sie allgemeine Entwicklungen in der akademischen Auftragskunst? Inwiefern sind bildliche Ausstattungen von Erkenntnissen der Kunstgewerbeschulen beeinflusst?
 
Die Dissertation ist im Kern kunsthistorisch, aber profitiert von den Erkenntnissen so unterschiedlicher Fächer wie Transportgeschichte, Anthropologie, Psychologie oder Marketing und Kommunikationstheorie.

Lebenslauf

seit März 2008
wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Leuphana Universität Lüneburg im Rahmen des Leuphana College/Leuphana Bachelor Programms: Modulkoordination „Wissenschaft macht Geschichte“

Januar 2005 – Dezember 2007
DFG-Stipendium im Rahmen des Transatlantischen Graduiertenkollegs Berlin - New York; Dissertation zum Thema „Bildwerke und Botschaften im Bauschmuck großstädtischer Bahnhöfe (1850 – 1950)“
(noch nicht abgeschlossen)

April 2003 –Dezember 2004
Unterschiedliche Lehraufträge an der Universität Tübingen in den Fachbereichen Kunstgeschichte (Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten), Wirtschaftswissenschaften (Rhetorik: Diskutieren, Moderieren, Präsentieren) und Internationale Sprachprogramme (Deutsch als Fremdsprache)

September 2002 –März 2003
Fortsetzung des Japanisch-Studiums an der Doshisha Universität und Arbeit als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache am Goethe-Institut Inter Nationes Kansai in Kyoto

Oktober 2001 –Juli 2002
Teilnahme am einjährigen Postgraduiertenprogramm „Japanische Sprache und Kultur in Tübingen und Kyoto“; Eberhard-Karls-Universität Tübingen/Doshisha Universität Kyoto

Juli 2001
Magisterabschluss in Kunstgeschichte und Allgemeiner Rhetorik; Eberhard-Karls-Universität Tübingen; Magisterarbeit bei Prof. Peter K. Klein mit dem Titel „Quel spectacle hideux! mais quel beau tableau!“ - Die Ästhetik des Erhabenen in Géricaults „Floß der Medusa“

Oktober 1996 – Juli 2001
Studium der Kunstgeschichte, Allgemeinen Rhetorik und Philosophie; Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Publikationen, Vorträge etc.

Buch, Asta von, "„Quel spectacle hideux! mais quel beau tableau!": Die Ästhetik des Erhabenen in Géricaults Floß der Medusa." Zeitschrift für Kunstgeschichte, no. 69 (Juli 2006a): 342-57.

________, "„Quel spectacle hideux! mais quel beau tableau!": Die Ästhetik des Erhabenen in Géricaults Floß der Medusa." Zeitschrift für Kunstgeschichte 69 (Juli 2006b): 342-57.

________, ""In the image of the Grand Tour: Railway station embellishment and the origins of mass tourism." The Journal of Transport History 28, no. 2 ((September) 2007): 252-71.

________, "La perception panoramique : concepts de tourisme urbain et notion d'urbanité dans une peinture murale à la gare de Paris-Lyon." Revue d'histoire des chemins de fer 38, no. printemps (2008): 45-58.

________, "A German View of American History? Winold Reiss's mosaics at Cincinnati Union Terminal, 1931 - 33." In: American Artists in Munich: Artistic Migration and Cultural Exchange Processes, ed. Christian Fuhrmeister, Hubertus Kohle, and Veerle Thielemans, 211-224. München: Deutscher Kunstverlag, 2009.

________, "Bilder und Botschaften." In: Orte, die bewegen: Kunst am Bau und Verkehrsarchitektur, ed. Bau-und Stadtentwicklung (BMVBS) Bundesministerium für Verkehr, vol. 6, 2-9. Berlin(Juli) 2009.

Zusatzinformationen / Extras

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