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TU Berlin

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Dagmar Thorau

SE Orte des Heiligen. Religion und Kirche in der europäischen Stadt


Modul 3: Öffentlicher Raum und Stadtkultur

Mo 12-14 Uhr • TEL 304 • Beginn: 21.04.2008

Seminarplan

"Wann immer wir in einer Region mit keimender Stadtentwicklung in der Alten oder der Neuen Welt die charakteristische Stadtgestalt zu ihren Ursprüngen zurückverfolgen, treffen wir auf ein rituelles Zentrum" - in dieser Radikalität wird man der These Paul Wheatleys keinesfalls zustimmen; entschlüsseln wir allerdings jenseits der Streitfrage nach ihren Ursprüngen die Stadt als Palimpsest ihrer Entwicklungsperioden, so ist die prägende Kraft der Religion unübersehbar.

Verlangten zunächst die Tempel, Synagogen, Moscheen und christlichen Kirchen als Wohnungen des Gottes und als Stätten seiner Verehrung nach exponierten topographischen und architektonischen Lösungen, so formten darüber hinaus die Erfordernisse der Zeremonien, Prozessionen und Feste, der Unterbringung und Versorgung der Gottesdiener wie der anreisenden Gläubigen und nicht zuletzt das Repräsentationsbedürfnis und die Konkurrenz religiöser und weltlicher Machthaber sowie die Bürgerschaften selbst die städtischen Räume und Strukturen vielerorts weit über die heiligen Bezirke hinaus.

Anhand vielfältiger Beispiele aus Antike, Mittelalter und Neuzeit soll in diesem Seminar die Bedeutung der Religion in der Geschichte der europäischen Stadt vorgestellt und analysiert werden.

Bericht zur Exkursion

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