direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Page Content

There is no English translation for this web page.

SE Wasser für Rom

Do 12-14 Uhr • EB 202 • Beginn: 24.04.2008

Seminarplan

Nicht weniger als fünfhundert Liter Wasser (in Deutschland lag der Pro-Kopf-Verbrauch 2007 bei 125 Litern am Tag) wurden für jeden Einwohner Roms täglich aus den Quellen im Gebirge über Berge und Täler, durch Tunnel und mehrstöckige Bogenleitungen in die Hauptstadt des Imperiums geführt, um dort die Bäder und Brunnen, Villen, Wohnhäuser, künstlichen Teiche, Gärten und Wassergräben zu versorgen. „Man wird zugeben, daß es auf der ganzen Welt nichts Bewunderungswürdigeres gibt“, stellte Plinius der Ältere angesichts dieser ins gesamte Reich exportierten Höchstleistung der Ingenieurskunst lapidar fest. Oberste Priorität besaß bei der Verteilung des Wassers die Versorgung der „Kathedralen des Fleisches“, der Thermenanlagen, die als Erholungs-, Fitness- und Kommunikationszentren den Römern aller Schichten einen auch in der Moderne kaum wieder erreichten Luxus boten. Das Seminar verschafft auf der Grundlage vielfältiger Quellen und Forschungsdiskurse Einblicke in die technischen, kulturellen und sozialen Aspekte der römischen Antike, die sich selten instruktiver verknüpfen als bei der antiken Wasserkultur.

Literatur: Erika Brödner, Die römischen Thermen und das antike Badewesen, 2. Aufl. Darmstadt 1992; Frontinus-Gesellschaft (Hg.), Wasserversorgung im antiken Rom, München u.a. 1982; Günther E. Thüry, Müll und Marmorsäulen. Siedlungshygiene in der römischen Antike, Mainz 2001; Renate Tölle-Kastenbein, Antike Wasserkultur, München 1990; Karl-Wilhelm Weeber, Panem et circenses. Massenunterhaltung als Politik im antiken Rom, Mainz 1994; Dietrich Werner, Wasser für das antike Rom, Berlin 1987.

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe