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TU Berlin

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Dagmar Thorau

Städtisches Leben in der Antike

Modul 8: Freier Wahlbereich

Do 12-14; Beginn 22.04.2010 Raum EB 202

Seminarplan

„Die göttliche Natur hat uns das Land geschenkt, die menschliche Fähigkeit aber hat die Städte geschaffen", schrieb im ersten vorchristlichen Jahrhundert der römische Gelehrte und Staatsmann Terentius Varro. - Antike Geschichte ist Stadtgeschichte. In den urbanen Zentren entfaltete sich, was Griechen wie Römer als das Wesen ihrer Zivilisation erlebten und feierten: Das Ensemble aus Tempeln und Marktplätzen, aus Villen und Mietskasernen, Garküchen und Amtsgebäuden, Theatern, Bädern und Zisternen war Ausdruck menschlicher Ordnung und Spiegel der verschiedenen Formen des Zusammenlebens und Regierens, die von den Bewohnern innerhalb der Mauern ihrer Städte erprobt wurden.

Die Errungenschaften städtischer Kultur gaben das Maß für den Grad des zivilisatorischen Standes der anderen und bestimmten die Gegenbilder: Die Kehrseite vom Hohelied auf die Stadt war die erschreckende Welt des unbehausten Barbaren, aber die kultivierte Lebensart provozierte auch das Ideal einer Vitalität, wie sie nur in den Wäldern fern aller städtischen Dekadenz zu finden sei; Lärm, Schmutz und Gestank der Metropolen schließlich, in denen Pracht und Elend nahe beieinander lagen, gebaren den Traum vom beschaulich-genügsamen Landleben.

Die vielfältigen Zeugnisse urbanen Lebens geben Einblick in die politische, soziale und kulturelle Topographie der antiken Gesellschaft und erlauben die Rekonstruktion der von der Erfahrung städtischer Lebenswelten geprägten Selbst- und Fremdwahrnehmung des antiken Menschen.

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