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TU Berlin

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Oliver Schmidt / N.N.

Konflikt und Krise

Mo 10 – 12  •  TEL 304  •  Beginn: 22.10.

Die europäische Stadt gilt gemeinhin als der Ort, an dem sich die bürgerliche Gesellschaft entwickelte. Dieser Prozess freilich verlief nicht eindimensional noch harmonisch, sondern war das Produkt krisenhafter, oft chaotischer und zumal in der Urbanisierung des 19. Jahrhunderts phasenweise katastrophischer Entwicklungen. Das Seminar analysiert Konstellationen, die Krisen ausgelöst haben, die daran beteiligten Akteure und ihre Wahrnehmungen sowie die Interventionen, Konsequenzen und neuen Beziehungsbalancen, die mit den Einhegungsversuchen einhergingen. Exemplarisch wird dies untersucht an Genese und Verlauf von Revolution und Revolten in Städten wie Paris, London oder Wien; an ethnischen Konflikten im Spannungsfeld von Migration und Integration an einem Beispiel aus der Stadtgeschichte New Yorks; anhand einer sozialgeschichtlichen Analyse des Zusammenhanges von Kriminalität und Polizeisanktionen im wilhelminischen Berlin; und schließlich einer zeitgeschichtlichen Studie zu Protestformen neuer sozialer Bewegungen und entgegnender Bewältigungsstrategien. Die historischen Einzelstudien sollen den Zusammenhang von (Haupt)Stadt und Nation sowie die These thematisieren helfen, wonach ein bestimmter Typus gehegter Konflikte und Krisen, selbst gewaltförmige Auseinandersetzungen, die Zivilisierung urbaner Gesellschaften in Europa vorangetrieben haben.

Lit.: Axel Honneth, Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte, Frankfurt/M. 1992. Richard Sennett, Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei der Intimität, Frankfurt/M. 1983. Jürgen Reulecke, Geschichte der Urbanisierung in Deutschland, Frankfurt/M. 1985.

Der Seminarplan als PDF zum Herunterladen

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