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TU Berlin

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Florian Urban

Städtische Lebensräume und Lebensformen gestern und heute (ca. 1800-2000)

Di 12 – 14  •  TEL 304  •  Beginn: 23.10.

Die Vorstellung der Stadt als einem Gebilde, das geplant werden kann und soll, entstand in Europa und Nordamerika im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert und der sich parallel dazu entwickelnden bürgerlichen Gesellschaft. Stadtplanung war zunächst eine Erfindung aus der Not – die Industriestadt war besonders für die ärmeren Schichten buchstäblich lebensbedrohlich geworden. Seit dieser Zeit wurde der städtische Raum in wechselnden Theorien und Konzepten gefasst, es entwickelten sich Städtebau und Stadtplanung als akademische Disziplinen. Dabei bemühte man sich sowohl um eine adäquate Einschätzung der städtischen Realitäten als auch um Zielvorstellungen, wie diese Realitäten zu verändern seien. Beides hatte starke Auswirkungen auf die gebaute Umwelt und ihre Bewohner. Die Vorlesung behandelt die wichtigsten stadtplanerischen Paradigmen seit etwa 1800 und legt dabei den Fokus bewusst auf verschiedene Disziplinen, die sich aus ihrer jeweiligen Warte mit der Stadt beschäftigen, von den utopischen Stadtplanern des frühen 19. Jahrhunderts (Robert Owen, Charles Fourier etc.) über die Theoretiker und Praktiker der Moderne (Le Corbusier, Frank Lloyd Wright) bis hin zu nachmodernen Stadtplanern, Architekten, Soziologen und Wirtschaftstheoretikern (Aldo Rossi, Leon Krier, Teresa Caldeira, Edward Soja, Manuel Castells, Saskia Sassen). Lernziel ist es, die bedeutendsten Stadtvorstellungen und –diskussionen der Gegenwart in einen historischen Zusammenhang setzen zu können.

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