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TU Berlin

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Bernd Hunger

Berliner Wohnsiedlungen des 20. Jahrhunderts: Idee - Realität - Perspektive

Modul 5: Ressourcen und Dynamik der Stadtentwicklung

Mo 14-16 Uhr • TEL 304 • Beginn: 18.10.2010

Berliner Wohnsiedlungen der 1920er Jahre zählen heute zum Weltkulturerbe. Hingegen gelten Siedlungen der 1950er bis 1980er Jahre eher als unbeliebt. Dabei wird selbst von der Fachöf-fentlichkeit häufig übersehen, dass es Kontinuitäten im Siedlungsbau des 20.Jh. über 60 Jahre hinweg gibt, die seine städtebauliche und architektonische Ausformung, sein sozialpolitisches Anliegen und die Organisation des Bauens und Bewirtschaftens kennzeichnen.
Ebenso selten wird zur Kenntnis genommen, dass es im Siedlungsbau jedes Jahrzehnts - von den frühen Gartenstädten bis hin zu den Großsiedlungen in Marzahn und im Märkischen Viertel - große Qualitätsunterschiede, gute und schlechte Lösungen gibt. Dementsprechend unterscheiden auch die Bewohner sehr genau zwischen beliebten und weniger beliebten Wohnlagen bzw. Wohnungsgrundrissen, wobei Entstehungsjahr oder Planungsintention des jeweiligen Wohngebiets keine Rolle spielen.
Gefragt ist eine objektive, vorurteilslose Sichtweise. Das Seminar will sich deshalb den Berliner Wohnsiedlungen auf dreierlei Art und Weise widmen:
Erstens soll die Geschichte ausgewählter Siedlungen, die möglichst gut die Typologie des Wohnungsbaus der 1920er bis 1980er Jahre präsentieren, nachgezeichnet werden: Was war das sozialpolitische Anliegen? Wie wurde es städtebaulich und architektonisch umgesetzt? Wie erfolgten Finanzierung und Organisation? Was waren die wichtigsten Akteure und welche Konflikte mussten ausgetragen werden?
Zweitens sollen der heutige Zustand und der Lebensalltag in den ausgewählten Quartieren beurteilt werden: In welchem städtebaulichen und baulichen Zustand sind die Siedlungen heute? Welche Menschen wohnen dort und wie beurteilen die Bewohner ihre Wohnumwelt? Wie ist die Sicht der in der Siedlung Tätigen - Verwalter, Hausmeister, Ladenbetreiber?
Drittens sollen aus der Zusammenschau von historischer Analyse und Alltagsbeobachtung Vorschläge für die zukünftige Entwicklung der Siedlungen abgeleitet werden, die städtebau-licher, baulicher, sozialplanerischer oder organisatorischer Art sein können: Was ist be-wahrenswert, was muss sich ändern? Wie sollte man vorgehen?

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