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Center for Metropolitan Studies2019

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Projekte & Exkursionen 2019

Hier finden Sie Informationen über laufende bzw. abgeschlossene Projekte und Exkursionen des Masterstudiengangs. Welche Aktivitäten demnächst geplant sind, können Sie im Lehrangebot einsehen.

04.-06.07. und 08.-10.07.: Exkursionen nach Limburg

Lupe

Unter der Leitfrage „wie eine berühmte Provinz- und Bischofsstadt sich im Einzugsgebiet des Rhein-Main-Gebietes behaupten kann“ und dem stadtplanerischen Schwerpunkt, der Verbindungslinien sucht von der historischen DOMStadt-Altstadt über den NEUMARKT zur modernen WERKStadt, trafen sich zwei Exkursionsgruppen vom 05. Juli bis 10. Juli 2019 im hessischen Limburg an der Lahn. Für den Limburger Neumarkt liegen städte- und landschaftliche Planungskonzepte vor, die in einer Gesprächsrunde mit dem Bürgermeister der Stadt Limburg Dr. Marius Hahn im Sitzungssaal des (neuen) historistischen Rathauses diskutiert und einer Stärken-Schwächenanalyse unterzogen wurden. Die offene, problemorientierte Debatte, welche die Stadtökologie und Stadtsoziologie sowie das Stadtmarketing fokussierte, machte die politischen Zwänge der Verwaltungsakteure deutlich spürbar. 

Das Kulturmanagement diskutierten die Exkursionsteilnehmer in einer Gesprächsrunde mit der Buchhändlerin und Kulturschaffenden Monia Schäfer. Die DOMStadt erkundeten sie vermittelt durch die kunsthistorische Brille des leitenden Diözesanmuseumsdirektors Professor Matthias Kloft.

Durch Limburgs Stadtzentrum und die WERKStadt („Einkaufs- und Erlebnisstadt“ auf dem ehemaligen Werksgelände der Bahn) führte uns der ehemalige Bürgermeister Martin Richard, der von Haus aus Architekt tiefere Einsichten in baupolitische Entscheidungsvorgänge vermittelte und die bauliche Verzahnung von Alt-und Neustadt anschaulich darstellte.

Während einer Fachwerkführung wurde die stadthistorische Dimension Limburgs konkret erfahrbar. Dabei wurde mit der ersten Gruppe die Restauration des historischen Stadt- und Weinhauses Schultes durch den Architekten und Bauherrn umfassend vom Dachstuhl bis in das Kellergewölbe vorgestellt.

Der letzte Termin am 10. Juli fand bei der Albert Weil AG in der Firmenzentrale im Limburger Ortsteil Offheim statt. Die engagierte Debatte mit dem geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden Dipl. Ing. Klaus Rohletter über Bauunternehmungen im Kreis Limburg umfasste auch die speziellen baulichen Herausforderungen für Tiefbaumaßnahmen in einer historischen Altstadt mit entsprechender Bausubstanz und Unterkellerung.

20.-24.03.: Kiew-Exkursion

Lupe

Im Anschluss an das Seminar „Socialist City Planning and Urban Life in the Soviet Union“ reisten im März 2019 41 Studierende des Masterstudiengangs Historische Urbanistik unter der Leitung von Botakoz Kassymbekova nach Kiew. Dort suchten die Studierenden nach Spuren des Sozialismus im Stadtbild, beschäftigten sich mit der post-sowjetischen Entwicklung der Stadt sowie den Auswirkungen der seit 2015 in der Ukraine gesetzlich festgeschriebenen Entkommunisierung. Auf dem Programm der fünftägigen Exkursion standen Vorträge, Stadt- und Ausstellungsführungen sowie Zeitzeugengespräche. So hörten die Studierenden unter anderen einen zweisprachigen Vortrag über die Entwicklung Kiews im Sozialismus an der Nationalen Akademie der Wissenschaften und konnten bei einer kritischen Führung über das Gelände und durch die Räumlichkeiten des Nationalen Museums der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg sowie bei einem anschließenden Zeitzeugengespräch mit einer ukrainischen Historikerin den Umgang mit Geschichte in der Sowjetunion reflektieren.

Neben dem zentralen Programm der Exkursion untersuchten die Studierenden vor Ort in Kleingruppen selbst gewählte Themen: Eine Gruppe begab sich auf die Suche nach sowjetischen „Slums“, besuchte verschiedene Wohngebiete am Rand der Stadt und analysierte diese hinsichtlich ihrer Architektur, Bewohnerstruktur, Raumplanung und infrastrukturellen Anbindung. Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit der Geschichte, Bedeutung und Funktion der zentralen Hauptstraße Chreschtschatyk, die im Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen zerstört und in der Nachkriegszeit mit viel Aufwand neu gestaltet wurde. An dieser Straße befindet sich der Majdan Nesaleschnosti, der Platz der Unabhängigkeit, der in der jüngeren ukrainischen Geschichte bereits mehrfach zum Schauplatz großer Proteste geworden ist und mit dem sich eine weitere Gruppe Studierender beschäftigte. Einige Studierende untersuchten den sich verändernden Umgang mit Denkmälern in Kiew vom Sozialismus bis heute. Weitere Studierende besuchten einen ehemaligen Pionierpalast und untersuchten diesen zentralen sowjetischen Ort hinsichtlich seiner nach wie vor bestehenden gesellschaftlichen und sozialen Funktionen. Eine Gruppe beschäftigte sich mit der Kiewer Metro als sowjetischem Infrastruktur- und Prestigeprojekt, insbesondere hinsichtlich der Gestaltung der Metrostationen von den 1960er Jahren bis heute. Eine weitere Gruppe untersuchte die Geschichte der jüdischen Bevölkerung Kiews anhand einer Spurensuche durch Kiewer Synagogen. Eine letzte Gruppe Studierender beschäftigte sich mit sowjetischen Wohnhäusern für einzelne Berufsgruppen, die noch heute zahlreich in Kiew zu finden sind, auch wenn die in ihnen befindlichen Wohnungen heute privatisiert sind und von den verschiedensten Menschen bewohnt werden. Bei einem anschließenden Nachbereitungstreffen in Berlin konnten die Ergebnisse der Kleingruppenarbeit zusätzlich präsentiert und diskutiert werden.

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