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Heike Walk / Leon Hempel

Ghettos und Gated Communities: Soziale Ungleichheit und soziale Bewegungen in der Stadt

Mi 16-18  •  TEL 304  •  Beginn 25.04.

Ghettos und Gated Communities sind historische Phänomene urbanen Wandels, die in den letzten zwanzig Jahren erneut an Aktualität und Brisanz gewonnen haben. Sie weisen auf die Klassifizierung von Raum- bzw: Raumaneignung hin und setzen damit ein bestimmtes Verständnis der Produktion von Raum voraus, das vor allem mit Machtprozessen verbunden ist. Ganz allgemein gilt, dass der Zugang zu bzw. der Ausschluss von diesen Räumen auf bestimmte Weise geregelt wird und dass diese Regelungen eine Grenzziehung zwischen Außen und Innen, zwischen Ausgeschlossensein vom und Zugehörigkeit zu einem bestimmten Territorium implizieren. Geklärt werden soll im Seminar, mit Hilfe welcher Instrumente, Symbole und Techniken einerseits und durch welche Instanzen andererseits diese Grenzziehungen erfolgen, die damit über Exklusion und Inklusion gesellschaftlicher Gruppen entscheiden. Neben einer ganzen Reihe speziellerer Texte zu den genannten Phänomenen bilden u.a. Texte von Henri Lefebvre, Michel Foucault und Claude Raffestin eine theoretische Grundlage der Erarbeitung von Raumkonzepten. Hierauf aufbauend, sollen anhand einer Auswahl relevanter Kriterien die sozialen wie auch technischen Repräsentationen der Grenzziehungen untersucht werden. Hierzu zählen Einkommensstrukturen wie ethnische Zugehörigkeit, aber eben auch die Lage, Statuten und Normen sowie die allgemeine Ausstattung und die Sicherheitseinrichtungen bzw. -regime, die über die Einhaltung der Grenzen wachen. Im zweiten Schritt erfolgt dann die Analyse der Machtinstanzen, die die Repräsentationen unter bestimmten Interessenlagen und Intentionen definieren bzw. auf unterschiedlichen politischen Maßstabsebenen durchsetzten. Im dritten Schritt sollen schließlich die sozialen Folgen und ethischen Implikationen der Raumaneignung hinterfragt und diskutiert werden. Kann sich im Zusammenhang mit der sozial-räumlichen Fragmentierung sozialer und politischer Protest formieren, der sowohl zu innovativen Lebensstilgemeinschaften, aber auch zu destruktiven Verhalten führen kann? In diesem Zusammenhang spielen vor allem auch gesamtgesellschaftliche Transformationsprozesse eine Rolle. Das Thema wird im Seminar anhand exemplarischer Texte behandelt. Darüber hinaus ist aber auch geplant, kleinere empirische Erhebungen hinsichtlich ausgewählter Phänomene wie „Betretungsverbote“ durchzuführen, damit Methoden der empirischen Stadtforschung erlernt und der unmittelbare Kontakt zum Forschungsfeld Stadt eingeübt werden kann.

Der Seminarplan als PDF zum Herunterladen [1]

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