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TU Berlin

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Dagmar Thorau

Außenseiter und Randgruppen in der römischen Stadt

Diese Lehrveranstaltung richtet sich an Studierende der Geschichte und an die Studentinnen und Studenten im BA Kultur und Technik (anrechenbar für IS 3 "Wahrnehmung und Weltbilder" und IS 4 "Text und Wissen").

Do 12-14 Uhr • EB 202 • Beginn: 23.04.2009

Historische Erkenntnis habe „zwar die unselige Geradlinigkeit der Folge von Sieg und Niederlage darzustellen“, schrieb Theodor W. Adorno, müsse sich zugleich aber dem zuwenden, „was in solche Dynamik nicht einging, am Wege liegen blieb – gewissermaßen den Abfallstoffen und blinden Stellen“. Die römische Überlieferung, die ihr Augenmerk vornehmlich auf die Herrschenden und die Sieger richtet, macht es den Forschenden schwer, Spuren derer zu finden, die nicht im Zentrum des gesellschaftlichen und politischen Lebens standen; gleichwohl ermöglicht die sorgfältige Analyse der Quellen eine Annäherung an Lebensformen und -bedingungen sozialer Randgruppen und Außenseiter: die der zugleich verherrlichten und verachteten Gladiatoren beispielsweise, die der Banditen, Schauspieler, Freigelassenen; die der ersten Christen, der römischen Umwelt auf Grund ihrer dezidierten Abkehr vom öffentlichen Leben suspekt; oder die der Prostituierten, die den Diffamierungen der schreibenden Männer ausgesetzt waren und deren Dienste doch gerne in Anspruch genommen wurden. Eine Betrachtung der Außenseiter und ihrer Plätze innerhalb des gesellschaftlichen Gefüges erweist die „Abfallstoffe“ der Geschichte als unabdingbare Bestandteile historischer Rekonstruktion.

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