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TU Berlin

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Georg Wagner-Kyora

Gebauter, gelebter und gestalteter Raum. Stadtentwicklung, Stadtplanung und Stadtrepräsentation in der europäischen Stadt seit der Antike

Modul 3: Öffentlicher Raum und Stadtkultur
Mii 14-16 Uhr • TEL 304 • Beginn: 22.04.2009
Lektürekurs: Mi 17-18 Uhr • TEL 304 • Beginn: 22.04.2009

Die europäische Stadt zeichnete sich durch ein Mehr an politischer Teilhabe ihrer Bürger aus. Großer Wohlstand der Reichen und seit dem Mittelalter vor allem der Kirchen ermöglichte eine Armenfürsorge in einer heterogenen Stadtgesellschaft mit ausdifferenzierten sozialen Lagen. Daraus gingen Traditionen und Riten symbolischer Selbstdarstellung hervor, welche ein spezifisches kommunales Selbstbewusstsein konstituierten. Patrizierhäuser, Wohnhäuser und Gewerbebetriebe, die großzügigen Bauten republikanischer und religiöser Selbstdarstellung  schufen die Grundlage für eine unverwechselbare Stadttopographie.
Unser Blick auf die Stadt ist in der Gesellschaftsgeschichte mit einer Analyse ihrer Stadtbewohner verknüpft. Noch stärker als in der allgemeinen Geschichte rücken die Orte des Begegnens, der Arbeitens und des politischen Handelns ins Zentrum der Analyse, also die konkreten räumlichen Gebenheiten einer Stadt, ihre Raumbeziehungen.
Auch die Rolle von Öffentlichkeit kann in diesem Kontext als das Ergebnis einer Veränderung des öffentlichem Raums analysiert werden.
So soll die These überprüft werden, dass sich nur in Europa besondere kommunitarische Traditionen ausgebildet haben, welche selbst die Freiheit der Stadtbürger intendierten. Sie soll an konkreten Fallbeispielen aus der europäischen Stadtgeschichte seit der griechischen Antike hinterfragt werden. Thematisiert wird das öffentliche Leben in der republikanischen Stadt Rom, werden einzelne Städte Italiens und Deutschlands im Mittelalter. Anschließend wird der Schwerpunkt vor allem auf die Analyse der neuzeitlichen Stadtentwicklung seit der Industrialisierung gelegt werden.

Im Anschluss an die Vorlesung findet in der Zeit von 17-18 Uhr ein für alle Hörer/innen verbindliches Lektüreseminar zur Vorlesung statt. Es werden Grundlagentexte vertiefend diskutiert, die einschlägig zu Problemen der empirischen und theoretischen historischen Stadtforschung Stellung nehmen und die Basis für methodische und thematische Schwerpunkte in der Historischen Urbanistik abgeben.

Lit.: Leonardo Benevolo, Die Geschichte der Stadt, Frankfurt/Main/ New York 1991 (6. Aufl.).


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