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TU Berlin

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SE Im Netz der Zeit

Dorothee Brantz

 

Im Netz der Zeit: Temporalität als urbanes Phänomen

 

Modul 6: Stadt im Netz

 

Mi 14-16 Uhr • HBS 103 • Beginn: 10.04.2019

 

Metropolen sind dynamische Orte. Eine solche Dynamik impliziert Bewegung und Zeit. Während sich die Stadtforschung in den letzten Jahrzehnten ausgiebig mit Theorien und Praktiken des Raumes auseinandergesetzt hat, wurden zeitliche Phänomene und deren urbane Bezüge weitaus weniger betrachtet. Warum war das der Fall und ist es nicht an der ‚Zeit’ sich auch wieder vermehrt Fragen der Temporalität zu widmen?

In diesem Seminar werden wir uns kritisch und experimentell mit dieser und anderen Fragen zur Zeit auseinandersetzen. Was bedeutet überhaupt urbane Temporalität, wie lässt sie sich konzeptionell erfassen, empirisch untersuchen und wissenschaftlich einordnen? Welche Möglichkeiten für neue Herangehensweisen an städtische Phänomene bietet die Zeit? Zu den Themenbereichen, mit denen wir uns beschäftigen werden, gehören Geschichte, Erinnerung, Jahreszeiten, Alltag, Mobilität, Globalität, Zeitmessung, Rhythmus, Arbeits- und Freizeit u.a.m. Ziel des Seminars ist ein differenzierteres Verständnis der Möglichkeiten, die eine raumzeitliche Analyse für die transdisziplinäre Stadtforschung bietet.

Literatur: Wolfgang Kaschuba, Die Überwindung der Distanz: Zeit und Raum in der  uropäischen Moderne. Frankfurt: Fischer, 2004; Stephen Kern, The Culture of Time and Space, 1880-1918. Cambridge: Harvard UP, 1983; Reinhart Koselleck, Zeitschichten. Frankfurt: suhrkamp, 2000; Kevin Lynch, What Time is this Place? Cambridge: MIT Press, 1972; Karl Schlögel, Im Raume lesen wir die Zeit (München: Hanser, 2003.

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