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TU Berlin

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Florian Urban

Gebauter, gelebter und gedachter Raum: Probleme der Stadtentwicklung gestern und heute

Mi 14-16   •   TEL 304   •   Beginn: 8.11.

Die Vorstellung der Stadt als einem Gebilde, das geplant werden kann und soll, entstand in Europa und Nordamerika im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert und der sich parallel dazu entwickelnden bürgerlichen Gesellschaft. Stadtplanung war zunächst eine Erfindung aus der Not – die Industriestadt war besonders für die ärmeren Schichten buchstäblich lebensbedrohlich geworden. Seit dieser Zeit wurde der städtische Raum in wechselnden Theorien und Konzepten gefasst, es entwickelten sich Städtebau und Stadtplanung als akademische Disziplinen und praktische Berufsfelder. Dabei bemühte man sich sowohl um eine adäquate Einschätzung der städtischen Realitäten als auch um Zielvorstellungen, wie diese Realitäten zu verändern seien – beides hatte starke Auswirkungen auf die gebaute Umwelt und ihre Bewohner. Die Vorlesung behandelt die wichtigsten stadtplanerischen Paradigmen seit etwa 1850, von den Anfängen der Stadtplanung und Wohnungspolitik über moderne und nachmoderne Stadtvorstellungen bis hin zu den wichtigsten zeitgenössischen Strömungen. Lernziel ist es, die bedeutendsten Stadtvorstellungen und -diskussionen der Gegenwart in einen historischen Zusammenhang setzen zu können.

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