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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Oliver Schmidt / Florian Urban

SE Konflikte, Krisen, städtische Regulierungsprozesse: zum Wandel urbaner Governance in der Moderne

Modul 1: Urban Governance & Public Sector
Mo 18-20 Uhr • TEL 304 • Beginn: 20.10.2008

Die europäische Stadt gilt gemeinhin als Ort, an dem sich die bürgerliche Gesellschaft entwickeln konnte. Dieser Prozess verlief weder eindimensional noch harmonisch, sondern war das Produkt krisenhafter, oft chaotischer und zumal in der Urbanisierung des 19. Jahrhunderts phasenweise katastrophischer Entwicklungen. Das Seminar analysiert konfliktbedingende Konstellationen und krisenauslösende Kräfte, die daran beteiligten Akteure sowie die Interventionen und neuen Beziehungsbalancen, die mit den Aushandlungsversuchen einhergingen. Exemplarisch wird dies untersucht an Genese und Verlauf von Revolution und urbanen Revolten; an ethnischen Konflikten im Spannungsfeld von Migration und Integration; und den Protestformen neuer sozialer Bewegungen und ihnen entgegnender Bewältigungsstrategien. Historische Einzelstudien thematisieren den Zusammenhang von Stadt und Nation sowie die These vom Aufstieg der Zivilgesellschaft, derzufolge ein bestimmter Typus gehegter Konflikte und Krisen die Zivilisierung urbaner Gesellschaften in Europa vorangetrieben haben soll.

Lit.: Arthur Benz (Hg.), Governance – Regieren in komplexen Regelsystemen, eine Einführung, Wiesbaden 2004; Stephen Graham, Cities, War, and Terrorism, Oxford 2006. Axel Honneth, Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte, Frankfurt/M. 1992. Tom Sugrue, The Origins of the Urban Crisis: Race and Inequality in Postwar Detroit, Princeton 2005.

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