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TU Berlin

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Georg Wagner-Kyora

Wohnungspolitik im Konflikt: Die Auseinandersetzungen um den öffentlich geförderten Wohnungsbau in Deutschland im 20. Jahrhundert

Modul 1: Governance und Public Sector

Di 12 - 14 Uhr • TEL 304 • Beginn 25.10.2011

Seminarplan

Dass Wohnungsnot soziale Krisen verschärft, war den politischen Eliten schon im Laufe des Ersten Weltkrieges bewusst geworden, aber selbst in dieser Situation ließ sich das Kaiserreich nur zu geringen wohnungspolitischen Zugeständnissen herab. Erst in der Weimarer Republik wurden die rechtlichen und ökonomischen Bedingungen geschaffen, welche die lange Erfolgsgeschichte des öffentlich geförderten Wohnungsbaus in Deutschland begründeten. In der Bundesrepublik Deutschland prägte der neue Soziale Wohnungsbau die Lebensverhältnisse der Wiederaufbaugesellschaft entscheidend. Erst spät, 1972, vollzog auch die DDR die Wende zum Dauerinvestment in der „Platte".
Politische Konfliktlinien um den Sozialstaat traten in der Frage der Wohnungspolitik immer besonders scharfkantig hervor. Sie forderten zu sozialpolitischn Grundsatzentscheidungen, aber auch zu ganz konkreten Bauplanungen, schließlich zu kontinuierlichen Staatssubventionen heraus. Inwieweit dieser Staatsinterventionismus auch alltagskulturelle Innovationen bewirkte, nicht nur in technischer, sondern auch in wohnkultureller Hinsicht, und inwieweit all dies auf die Städte zurück wirkte, soll im Seminar an verschiedenen institutionellen, finanz-, aber auch lokalgeschichtlichen Fragestellungen vertiefend analysiert werden.

Literatur:
Georg Wagner-Kyora, Wohnungspolitik 1949 - 1957, in: Geschichte der Sozialpolitik in Deutschland seit 1945. Hrsg. v. Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Bundesarchiv, Bd. 3: Bundesrepublik Deutschland 1949 - 1957. Bewältigung der Kriegsfolgen, Rückkehr zur sozialpolitischen Normalität, hg. von Günther Schulz, Baden-Baden 2006, S. 837 - 883.

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