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TU Berlin

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Dorothee Brantz

Industrialisierung und Deindustrialisierung in europäischen und amerikanischen Metropolen

Modul 2: Dekonstruktion und Rekonstruktion

Mi 12-14 Uhr • HBS 103 • Beginn: 15.10.2014

Die Industrialisierung, so der berühmte Wirtschaftshistoriker Werner Sombart, war der wichtigste Städtebildner des 19. Jahrhunderts. Die rasante Entwicklung der Produktivkräfte und damit einhergehend ein schnelles, nachhaltiges, säkulares wirtschaftliches Wachstum ließen bestehende Städte explosiv wachsen und neue Städte gleichsam aus dem Nichts entstehen. Die Industrialisierung prägte nicht nur die Stadtbevölkerungen, sondern auch die Raum- und Baugestalt der Städte, vom Fabrik- und Wohnungsbau bis zu den Verkehrsanlagen, Grünflächen und Parks. Welche Konsequenzen ergaben sich aus diesen Entwicklungen? Anhand spezifischer Beispiele aus verschiedenen europäischen und amerikanischen Städten werden wir die Geschichte der Industrialisierung und Deindustrialisierung und deren Auswirkungen auf die gebaute Stadt analysieren. Des weiteren werden wir uns auch mit Begriffen wie Industrialisierung, Fordismus und Postfordismus auseinandersetzen, um uns einen konzeptionellen Rahmen für unsere Diskussionen über städtische Wandlungsprozesse zu erarbeiten.

Literatur:
Leonardo Benevolo, Die Geschichte der Stadt, Frankfurt am Main 1993; Jochen Boberg und Tilman Fichter (Hgg.), Exerzierfeld der Moderne, Berlin 1986; Eric Hobsbawm, The Age of Capital, 1848-1875, New York 1975; Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt, München 2009; Dieter Schott, Europäische Urbanisierung. Eine umwelthistorische Einführung, Köln 2014; Clemens Zimmermann, Industrial Cities. History and Future, Frankfurt am Main 2013.

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