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TU Berlin

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Dagmar Thorau / Johanna Schlaack

Städtische Utopien von der Antike bis in die Gegenwart

Modul 4: Visionen, Innovationen, Identitäten

Do 14-16 Uhr • HBS 103 • Beginn 16.10.2014

Schon die ersten utopischen Modelle der Antike zeichneten vor, was für die Geschichte urbaner Utopien generell bestimmend blieb: Utopisches Denken und der Diskurs um die ideale Stadtgesellschaft hängen untrennbar miteinander zusammen. Seit Platon und bis heute ist es der komplexe und zugleich überschaubare städtische Zusammenhang, dem Philosophen und Architekten, Künstler und Politiker ihre besondere Aufmerksamkeit widmen, wenn es um die Konstruktion von Wunschbildern einer alternativen Wirklichkeit geht. In diesem Seminar werden wir klassische Stadtutopien von der Antike über Renaissance, Barock, Aufklärung und Moderne bis zur Gegenwart als Denk- und Planungsmodelle sowohl vor dem Hintergrund ihrer epochenspezifischen Entstehungsbedingungen als auch aus der Perspektive aktueller Fragestellungen beleuchten: Es gilt im dynamischen Spannungsfeld von Ideal und Realität zu untersuchen, inwiefern Utopien auf erkennbare Krisen und Fehlentwicklungen ihrer Zeit reagierten, welche Verbindungen diese Gegenentwürfe zwischen den gesellschaftlichen und den räumlichen Ordnungsvorstellungen der Städte herstellen, in welchen Formen schließlich ihre sozialen, politischen, ethischen und funktionell-ästhetischen Visionen einer besseren Ordnung auf tatsächliche gesellschaftliche und stadtplanerische Entwicklungen Einfluß genommen haben.

Literatur:
Gerd Albers, Städtebau und Utopie im 20. Jahrhundert, in: Die alte Stadt 23 (1996), S. 56-66; Helmut Böhme, „Stadtutopien" und „Stadtwirklichkeit". Über die Ambivalenz von idealem Stadtentwurf und totalitärer Gesellschaftssteuerung, in: Die alte Stadt 23 (1996), S. 67-91; Ruth Eaton, Die ideale Stadt. Von der Antike bis zur Gegenwart, Berlin 2003; Jörn Rüsen/ Michael Fehr/ Thomas W. Rieger (Hgg.),  Thinking Utopia. Steps into Other Worlds, New York 2005; Richard Saage, Utopisches Denken im historischen Prozeß. Materialien zur Utopieforschung, Berlin 2006; Martin d'Idler, Die Modernisierung der Utopie. Vom Wandel des neuen Menschen in der politischen Utopie der Neuzeit, Berlin 2007; Günther Feuerstein, Urban Fiction – Strolling through ideal cities from antiquity to the present day, Stuttgart 2008; WORKac, 49 Cities, Storefront for Art and Architecture, New York 2009; der architekt 1/2011: Themenheft „Die beste aller Welten. Vorteil und Nutzen der Utopie".

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