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TU Berlin

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Celina Kress

„Wer plant die Planung?“ - Experten und andere Akteure der Stadtproduktion

Modul 5: Akteure der Stadtproduktion

Mo 14-16 Uhr • HBS 103 • Beginn: 13.10. 2014

Der bespiellose Einwohnerzuwachs der Städte gegen Ende des 19. Jahrhunderts beförderte die Professionalisierung von Städtebau und Stadtplanung. Architekten, Politiker und Ökonomen beschäftigten sich mit je unterschiedlichen Perspektiven, Methoden und Zielsetzungen mit demographischen, sozialen und baulich-räumlichen Fragen der Stadtentwicklung. Als Experten des Städtebaus entwickelten und professionalisierten sie die eigene Disziplin. Vor dem Ersten Weltkrieg entstanden gigantische umfangreiche Gesamtplanungen für verschiedene Großstädte, die einen ersten Höhepunkt professioneller Planung markieren. Die in der Zwischenkriegszeit vor allem durch die CIAM konzeptionell vorbereiteten Stadtvorstellungen der Moderne konnten Planer im Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg praktisch umsetzen. Mit autogerechten Verkehrskonzepten, Flächensanierungen und Großwohnsiedlungen verfolgten sie das Ziel einer Auflösung der historischen, dichten und gemischt genutzten Innenstädte. Kritik an diesem inhaltlichen und exklusiv ermächtigten Vorgehen äußerten seit Beginn  der 1960er Jahre Akteure aus verschiedenen Disziplinen, etwa Jane Jacobs, Kevin Lynch, Hans Paul Bahrdt, Alexander Mitscherlich, Lucius Burckhardt, Cedric Price, Henri Lefebvre, sowie andere Soziologen, Aktivisten, Planer und Architekten. Das Seminar beschäftigt sich mit Experten und Kritikern der Planung und verfolgt Einflusslinien und Wirkungszusammenhänge bis in die Gegenwart.

Literatur:
Lucius Burckhardt, Wer plant die Planung? Architektur, Politik und Mensch, Kassel 1980; Jane Jacobs, The Death and Life of Great American Cities, New York 1961; Kevin Lynch, Das Bild der Stadt, Frankfurt 1960; Hans Paul Bahrdt, Die moderne Großstadt, Hamburg 1961; Ingo Bohning, „Autonome Architektur“ und „Partizipatorisches Bauen“, Basel 1981.

 

 

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