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TU Berlin

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Migration, Ungleichheit und Revolte in Europa seit 1945

Christoph Bernhardt

Modul 1: Governance und Public Sector in der europäischen Stadtgeschichte

Mi 14-16 Uhr • HBS 103 • Beginn 19.10.2016

Die europäischen Gesellschaften und Städte haben seit dem Zweiten Weltkrieg mehrere, durchaus unterschiedliche Migrationsschübe erfahren, von den Vertriebenen der Nachkriegszeit bis zu den EU-Bürgern und Flüchtlingen nach 1990. Die neu zugewanderten Stadtbewohner lebten vielfach unter schwierigen sozialen Bedingungen und im Schatten rechtlicher Diskriminierung, nicht wenigen gelang jedoch auch der soziale Aufstieg. Soziale Ungleichheit konnte zu gewalttätigen Aufständen wie etwa in den französischen Städten führen, doch spielten andererseits in nicht wenigen städtischen Revolten Migranten eine geringe Rolle.

Das Seminar soll die komplexen Zusammenhänge von Migration, Ungleichheit und Revolte anhand neuerer Forschungsdebatten kritisch beleuchten, so etwa zur ambivalenten Rolle sozial segregierter Stadträume als Anker für Zuwanderer und Hemmnis von Integration. Besondere Beachtung soll den Varianten innerhalb Europas – etwa den informellen Siedlungen an den Rändern süd- und osteuropäischer Städte -, dem sozialen Wandel in den Migrantengruppen sowie den städtischen Revolten seit den 1980er Jahren gewidmet werden.

 

Literatur: Dog Saunders: Arrival City, München 2011; Friedrich Lenger: Metropolen der Moderne. Eine europäische Stadtgeschichte seit 1850. München 2013; Themenschwerpunkt „Integration und Fragmentierung in der Europäischen Stadt“, in: Archiv für Sozialgeschichte 46/2006

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