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TU Berlin

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Aufstieg und Krise der "autogerechten Stadt" in Europa

Dr. Harald Engler/Dr. des. Monika Motylinska

Modul 1: Governance und Public Sector in der europäischen Stadtgeschichte

Di 10-12 Uhr • HBS 103 • Beginn: 17.10.2017

Die Entwicklung europäischer Städte wurde bekanntlich nach 1945 entscheidend von den Raumansprüchen des Automobilverkehrs und den damit verbundenen Mobilitätsmustern bestimmt.  Wenig bekannt ist jedoch, dass nicht alle Städte davon in gleicher Weise überformt wurden und das Leitbild der autogerechten Stadt unter Stadtbewohnern und Städtebauern schon früh kontrovers diskutiert sowie schon vor 1970 schrittweise aufgegeben wurde. Das Seminar wird einen Akzent auf unterschiedliche Ansätze der Kommunalpolitik und Governance auf der einen Seite sowie auf Fragen der Aneignung und Reaktion durch die betroffene Stadtbevölkerung in diesem Feld auf der anderen Seite legen. Mit der Einbeziehung des Fallbeispiels Berlin sowie der Entwicklung in Städten der DDR und des europäischen Auslands soll ein differenziertes Verständnis von Leitbild und Realität der „autogerechten Stadt“ auf lokaler Ebene sowie in Europa erarbeitet werden. In methodischer Hinsicht sollen verschiedene Ansätze der Analyse von städtischer Mobilität hinsichtlich ihrer Vorgehensweise und ihrer Ergebnisse kritisch unter die Lupe genommen werden.

Literatur: Barbara Schmucki: Der Traum vom Verkehrsfluss. Städtische Verkehrsplanung seit 1945 im deutsch-deutschen Vergleich. Frankfurt am Main/New York 2001; Ueli Haefeli: Verkehrspolitik und urbane Mobilität. Deutsche und Schweizer Städte im Vergleich 1950-1990, Stuttgart 2008; Katharina Manderscheid: Automobile Subjekte. In: Joachim Scheiner, Hans Heinrich Blotevogel, Susanne Frank, Christian Holz-Rau und Nina Schuster (Hgg.): Mobilitäten und Immobilitäten. Menschen – Ideen – Dinge – Kulturen – Kapital. Essen 2013, S. 105-121.

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