direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Lupe

2009: Besuch aus Washington in Berlin

Das Tandem-Seminar "Berlin-Washington: Visionen und die historische Konstruktion von Hauptstädten im transatlantischen Vergleich" wurde im Wintersemester 2008/09 gleichzeitig am CMS und an der University of Maryland in Washington angeboten. Unter der Leitung von Sonja Dümpelmann (Washington) und Dorothee Brantz (CMS, Berlin). Im April 2009 reisten unsere Masterstudenten für eine Woche nach Washington. Einen Monat zuvor besuchten die Studierenden aus Washington die deutsche Hauptstadt: Werfen Sie einen Blick in unser Exkursions-Tagebuch.

Live-Blog im Netz, Programmflyer als PDF

Lupe

Weitere Hintergrundinformationen, Reflexionen und Diskussionen zum Seminar und den Exkursionen finden Sie auf unserem Live-Blog, der gemeinsam von den Teilnehmern in Berlin und Washington produziert wird.  Hier gelangen Sie zum Blog. Passend zum Exkursions-Tagebuch können Sie hier den Programm-Flyer herunterladen.

Montag, 16. März: (Historische) Orientierung

Schnitzeljagd durch Berlin

Lupe

Trotz Jetlag erwartete unsere Besucher aus Washington gleich am ersten Tag ein volles Programm. Am frühen Morgen entsandten wir sie auf eine Schnitzeljagd durch Berlin, die sie kreuz und quer durch die Stadt führte. Eine erste (historische) Orientierung.

Spaziergang durch das historische Berlin (Teil I)

Lupe

Nach zünftigem Mittagessen im "Brauhaus Mitte" zeigte uns Hans bekannte und unbekannte Seiten, sichtbare und beinah verschwundene Spuren des alten Berlins. Eine Reise entlang der historischen Stadtgrenzen.

Thementour: "Bars, Kultur und Kommerz in Mitte"

Lupe

Wie hat sich der Stadtteil Mitte rund um den Hackeschen Markt in den letzten zwanzig Jahren verändert? Wer wohnt und arbeitet in den schicken Altbauten, wer profitierte von den städtebaulichen und sozialen Entwicklungen der letzten Jahre - und wer nicht? Antworten auf und Diskussionen rund um diese Fragen ergaben sich bei unserem abendlichen Rundgang durch das Scheunenviertel.

Dienstag, 17. März: NS, DDR, Nachkriegsmoderne

Unterwelten-Tour "U-Bahn, Bunker und Kalter Krieg"

Lupe

Das Programm des zweiten Tages begann an einer unscheinbaren Bunkertür, unweit des S+U-Bahnhofs Gesundbrunnen. Ein Guide des Vereins Berliner Unterwelten führte uns hinab in  Schutzräume und Bunkeranlagen. Der authentische Ort und zusätzliche Ausstellungsstücke vermittelten exemplarisch, welche Rolle Berlin in den Jahrzehnten des Kalten Krieges spielte.

"Die Stadt von Morgen" Spaziergang durch das Hansa-Viertel

Lupe

Für die Internationale Bauausstellung 1957 wich das gründerzeitliche Hansaviertel, im Krieg teilweise zerstört, den Nachkriegsvisionen der modernen Stadt. Carla führte uns durch die "Stadt von morgen".


Karl-Marx-Allee "Zuckerbäckerstil und Internationale Moderne"

Lupe

Die Karl-Marx-Allee, einst Stalinallee, ist noch heute eindrückliches Beispiel für den sowjetisch geprägten Zuckerbäckerstil. Sie sollte den Auftakt bilden für das neue Berlin im Glanz des Sozialismus. Der repräsentative Straßenzug verdeutlicht aber auch den Bruch mit der stalinistischen Architektur, ist der zweite Bauabschnitt doch konsequent der Formensprache der Moderne verpflichtet. Zu Fuß erkundeten wir das Areal rund um den Strausberger Platz und das Kino International.  

Führung durch das Finanzministerium

Lupe

Nazi-Größenwahn und DDR-Planwirtschaft: In den dreißiger Jahren wurde der wuchtige Bau an der Ecke Leipziger Straße, Wilhelmstraße als Göhrings Reichsluftfahrtministerium errichtet. Unmittelbar nach dem Krieg residierte hier die sowjetische Besatzungsmacht, sodann die Deutsche Wirtschaftskommission. Nach Gründung der DDR wurde der Komplex zum "Haus der Ministerien". Im Jahr 1990 zog die Treuhandanstalt ein, heute beherbergt er das Bundesfinanzministerium. In einer fachkundigen Führung konnten wir uns vor Ort ein Bild machen von den verschiedenen Nutzungsphasen und Funktionen.

"Die Platte" - Themenspaziergang am Platz der Vereinten Nationen

Lupe

Das Ensemble rund um den ehemaligen Leninplatz entstand in den 1970er Jahren als repräsentatives Beispiel sozialistischer Stadtplanung. Wir begaben uns auf eine Tour durch diesen sozialistischen Wohnkomplex mit seinen "Plattenbauten deluxe".


Thementour: "Ghetto Neukölln?!"

Lupe

Auf der einen Seite steht Neukölln medial oft als Synonym für beginnende Ghettoisierung, sozialen Niedergang und ethnische Konflikte. Auf der anderen Seite gilt Neukölln unter Studenten und Kreativen seit einiger Zeit als "hip" und "trendy". Wir machten uns ein eigenes Bild von der Situation vor Ort - bei gutem türkischen Essen und Neuköllner Bier.

Mittwoch, 18. März: Berliner Umland - Potsdam

Olympiastadion

Lupe

Olympia 1936 - Weltmeisterschaft 2006. Mit der S-Bahn ging es zum Berliner Olympiastadion. Vor Ort diskutierten wir über die Geschichte des Stadions, die Symbolik seiner Architektur und den aufwändigen Umbau zur Multifunktionsarena anläßlich der Fußball-WM 2006.

Schloss und Park Sanssouci - Führung & Diskussion

Lupe

Nach dem Besuch des Stadions fuhren wir weiter nach Potsdam. Dort erwartete uns Gabriele Horn, die Stifungskonservatorin der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, zu einer Diskussion über Erhalt und Sicherung des Potsdamer Weltkulturerbes. Danach wurden Teile der historischen Anlage in Sanssouci besichtigt.

Spaziergang durch die Potsdamer Altstadt

Lupe

Am späten Nachmittag standen  die angrenzenden Straßenzüge der Potsdamer Altstadt und des Holländischen Viertels auf dem Programm. Unsere Wahl-Potsdamerin Alicia führte uns durch das historische Zentrum der ehemaligen Residenzstadt.

Donnerstag, 19. März: "Die geteilte Stadt"

Mauer-Radtour

Lupe

Mit dem Drahtesel entlang des ehemaligen Mauerstreifens. Abseits des Zentrums gibt es noch heute viele Brachen zu entdecken, die die einstige Teilung der Stadt sichtbar machen. Vom Startpunkt Warschauer Brücke ging es zur East Side Gallery, über den Abschnitt Engelsbecken zum Checkpoint Charlie und zur Topographie des Terrors. Am geschäftigen Potsdamer Platz vorbei ging es zum Brandenburger Tor, zum ehemaligen Grenzübergang Invalidenstraße und zum Invalidenfriedhof.

Besuch des Mauer-Dokumentationszentrums

Lupe

Zum Abschluss der Radtour besuchten wir das Dokumentationszentrum in der Bernauer Straße und die Kapelle, die nach dem Mauerfall anstelle der in den 80er Jahren gesprengten Versöhnungskirche errichtet wurde.

Stasi-Zentrale in der Normannenstraße

Lupe

Am Nachmittag dann Fahrt in den Bezirk Lichtenberg. Hier erfuhren wir mehr über die Staatssicherheit der DDR und Erich Mielkes Imperium in der Normannenstraße. Während einer Führung warfen wir auch einen Blick in sein (recht bescheidenes) Dienstzimmer.

Thementour "Multikulti-Kreuzberg"

Lupe

Eine abendliche Thementour rund um die Oranienstraße in SO 36, dem multikulturellen Herz Kreuzbergs. Zuvor wurde in Dorits Kreuzberger WG zu einem Filmabend mit Diskussion geladen. Die Filme, ausgewählt und kommentiert von Dorit und Claire, zeigten unter anderem Kreuzbergs Rolle und Geschichte als Hochburg der alternativen Lebensstile.

Freitag, 20. März "Das neue Berlin" - Regierung - Tiergarten"

100er & 200er: Mit dem Bus durch Berlin

Lupe

Am letzten Tag der Exkursion begaben wir uns frühmorgens auf eine Fahrt mit dem 100er Bus der BVG, die schließlich zum Pflichtprogramm jedes ordentlichen Berlinbesuches gehört.

Spaziergang durch das historische Berlin (Teil II)

Lupe

Am Schlossplatz setzte Hans seine Tour durch das historische Berlin fort. Nun standen die barocken Stadterweiterungen des 17. und 18. Jahrhunderts auf dem Programm, entlang des Weges sahen wir auch die neuen Townhouses am Werderschen Markt, deren Sinn und Gestaltung heftig diskutiert wurden.

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Lupe

Im Anschluss an den Spaziergang besichtigen wir die beeindruckenden großformatigen Stadtmodelle der Senatsverwaltung und diskutierten mit dem Leiter der Abteilung Städtebau über die zukünftige urbane Entwicklung der Hauptstadt.

Holocaust-Mahnmal

Lupe

Das 2005 eröffnete Denkmal für die ermordeten Juden Europas besuchten wir am letzten Tag der Exkursion, begleitet von einer Diskussion über die hauptstädtische Mahn- und Denkmalkultur.

Geschichte & Gegenwart des Potsdamer Platzes

Lupe

Vor dem Zweiten Weltkrieg galt der Potsdamer angeblich als der verkehrsreichste Platz Europas und Symbol der Roaring Twenties, nach Krieg und Mauerbau herrschte nur noch urbane Tristesse. Nun säumen den Platz bekanntlich (etwas klein geratene) Wolkenkratzer, Büros und eine Shopping-Mall. Kritisch warfen wir deshalb vor Ort einen Blick auf die Geschichte und Gegenwart des Potsdamer Platzes.

Safari durch den Tiergarten

Lupe

Mittlerweile war die Sonne am Horizont verschwunden und wir starteten einen kleinen Nightwalk durch die grüne Lunge der Stadt, der am Sowjetischen Ehrenmal an der Straße des 17. Junis endete.

Besuch der Reichstagskuppel

Lupe

Krönender Abschluss des Programms war ein nächtlicher Blick von der Reichstagskuppel auf das Berliner Zentrum und ein Blick in den verglasten Plenarsaal.

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe