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TU Berlin

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StadtStart 2010

Perspektiven im Arbeitsfeld Stadt im CMS

Stadt als Forschungsfeld und Gestaltungsraum, Stadt als Beruf und Berufung: Mit seiner Vortragsreihe „StadtStart" eröffnet das Center for Metropolitan Studies (CMS) der TU Berlin auch in diesem Jahr wieder spannende Perspektiven im Arbeitsfeld Stadt. Alle 14 Tage gaben Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft vielfältige Einblicke in ihre Tätigkeitsbereiche rund um die Stadt. Neben klassischen Berufsfeldern wurden bei „StadtStart" auch ungewöhnliche und innovative Tätigkeiten und Ideen vorgestellt.

Gestaltet wird „StadtStart" von den Studierenden des Masterstudiengangs „Historische Urbanistik" unter Leitung von Prof. Dr. Dagmar Thorau.

Die Vortragsreihe fand jeden zweiten Montag in den Räumen des CMS statt: Ernst-Reuter-Platz 7 (Telefunkenhochhaus), 3. Stock, Raum TEL 304.

Wir bedanken uns noch einmal bei allen Gästen der letzten Wochen und Monate, bei den zahlreichen interessieren Besuchern der Veranstaltungsreihe StadtStart und natürlich auch bei all jenen, die hinter den Kulissen für die Planung, Durchführung und Nachbereitung der Veranstaltungen gesorgt haben.

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3. Mai: Stadt zeigen

Autor Michael Bienert (l) und Historiker Anselm Eckold (r)
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Zum Auftakt der diesjährigen StadtStart-Reihe waren zum Thema „Stadt zeigen" der freie Journalist und Autor Michael Bienert (text-der-stadt.de) sowie der Historiker Anselm Eckold (panorama-b.de) zu Gast, um über ihre Tätigkeiten, vor allem im Sektor der Stadtführungen, zu berichten und sich den zahlreichen Fragen zu ihrem Berufsfeld zu stellen.

Nach harter Aufbauarbeit endlich in der Selbstständigkeit und trotz mancher Einschränkung sogar im Traumberuf angekommen, zählen für beide als Stadtführer vor allem die Arbeit am konkreten Ort sowie der Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen internationaler Herkunft zu den Vorzügen des Berufs. Und: Der Winter bleibt frei für andere Projekte oder einen ausgedehnten Urlaub!

Der Markt selbst befindet sich auch weiterhin im Wachstum, vor allem qualitativ hochwertige, innovative Führungen versprechen ein gesichertes Auskommen, wohingegen für den Einstieg vor allem die Platzhirsche der Branche oder öffentliche Einrichtungen angeraten sind. Kontakte sind in diesem von harter Konkurrenz gezeichneten Markt unverzichtbar.

J.B. / R.V.

17. Mai: Stadt organisieren

Stadtsoziologer Bernd Hunger
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In der zweiten Sitzung der Reihe StadtStart durften wir zum Thema „Stadt organisieren" den Stadtplaner und Stadtsoziologen Dr. phil. Dr.-Ing. Bernd Hunger begrüßen.

Als Referent für Wohnungs- und Städtebau, Forschung und Entwicklung beim Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (gdw.de) konnte er uns in seinem Vortrag "Wohnsiedlungen des 20. Jahrhunderts zukunftsfähig machen" einen guten Überblick über den historischen Großsiedlungsbau und die nach heutigen Bedürfnissen sanierten und erhaltenswerten Wohnsiedlungen in Berlin sowie auch im restlichen Bundesgebiet geben.

Selbst aus der Planung sowie aus der Soziologie kommend und basierend auf Erfahrungen aus seiner breit gefächerten beruflichen Laufbahn, die u.a. Tätigkeiten als Abteilungsleiter an der Bauakademie der DDR, beim Stadtumbau Ost und West, beim Quartiersmanagement und als Inhaber des StadtBüros Hunger umfasst, verortet er die beruflichen Möglichkeiten für Historiker und Soziologen an der Schnittstelle der Arbeitsbereiche zwischen sozialer und baulicher Stadtplanung. Wer neben (stadt)historischen Kenntnissen ein Gespür für verschiedene Themenbereiche besitzt, fähig ist, sich sprachlich auszudrücken, eine gute räumliche Wahrnehmung und Erfahrung im Erstellen von Studien vorweisen kann, hat durchaus Chancen, im Berufsfeld der Wohnungsgesellschaften und des Quartiersmanagement oder in einem der vielfältigen freien Büros der Branche unterzukommen - auch ohne stadtplanerisches Studium oder sogar gerade wegen des nicht-planerischen Zugangs zum Thema Stadt.

H.K.W.

31. Mai: Stadt beraten

Stadtmarketing-Profi Thomas Schauerte
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In der dritten Veranstaltung der Reihe StadtStart hatten wir Thomas Schauerte von der Association for Place Branding & Public Diplomacy (nationbranding.de) zu Gast im CMS.

Thomas Schauerte, der sowohl Geschäftsführer einer Marketingagentur (comix-mediapool.de) als auch Student am CMS ist, legte dar, wie Stadtgeschichte, Sozialwissenschaften und Stadtplanung als Ergänzung für die strategische Arbeit in der Marketing-Branche dienen können und berichtete anschaulich und mit kritischem Blick von seiner Arbeit als Spezialist für Stadtmarketing.

Er und sein Team von Comix Mediapool sind spezialisiert auf Place Branding und die Entwicklung von raumbezogenen Identitäten von Plätzen, Städten, Kommunen, Regionen und Nationen, die sich heutzutage in einem internationalen Wettbewerb um Investoren behaupten müssen. Zentrale Strategie ist hier vor allem die Ausbildung eines Images, das unter anderem durch Mittel der Corporate Identity umgesetzt wird. In diesem Prozess sind Geschichte, Politik und Traditionen der Städte und Regionen Grundsteine für die kreative Arbeit.

Genau an dieser Stelle kann die oft reine Marketingarbeit durch Stadtforscher und Stadtplaner möglicherweise unterstützt und ergänzt werden, zum Beispiel auf der Ebene einer Bürgerpartizipation bei Entscheidungen. So qualifizieren vertiefende Kenntnisse über Städte sowie Stadtgeschichte und -entwicklung vor allem für eine Vermittlerrolle zwischen den Akteuren von Place-Branding-Prozessen, derer es in zunehmendem Maße bedarf, um die immer komplexer werdenden Strukturen von Raumordnungen in öffentlich kommunizierbare Formen zu gießen.

M.A.

21. Juni: Stadt schreiben

Kellerhoff und Zwirner
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Zur vierten Veranstaltung von StadtStart waren der leitende Redakteur für Zeit- und Kulturgeschichte der WELT (welt.de) und der Berliner Morgenpost (morgenpost.de) Sven Felix Kellerhoff und der Chefredakteur des Berliner Stadtmagazins TIP Heiko Zwirner (tip-berlin.de) zu Gast im CMS und berichteten am Beispiel ihrer eigenen Biographien über Möglichkeiten im sowie Wege in den Journalismus.

Während Zwirner schon vor seinem Publizistikstudium erste Erfahrungen sammelte und danach für verschiedene (Stadt-) Magazine als freier Autor tätig war, bis er vor vier Jahren von einer Personalagentur als Chefredakteur der TIP angeworben wurde, beschritt Kellerhoff einen klassischen Weg: nach dem Studium der Neueren und Alten Geschichte, des Medienrechts und der Publizistik besuchte Kellerhoff die Berliner Journalistenschule, schrieb für diverse Tageszeitungen und wurde bereits mit 29 Jahren Leiter der Wissenschaftsredaktion der Berliner Morgenpost. Neben seiner heutigen Stellung als leitender Redakteur verfasste er bisher darüber hinaus zahlreiche zeithistorische Sachbücher. Trotz der Krise der Printmedien stellten beide heraus, dass Qualitätsjournalismus, der den Leser „abholt" (Kellerhoff: „Personalisieren und Emotionalisieren"), nach wie vor von besonderer Wichtigkeit ist und die Blogkultur gut recherchierte Artikel keinesfalls obsolet macht, auch wenn es noch keine angemessenen Wertschöpfungsmodelle für die Internetauftritte von Printmedien gibt.

Die Perspektiven im Berufsfeld Journalismus sind also durchaus vorhanden, denn profunde Kenntnis von Stadt und Geschichte der Stadt sind gefragt, wobei eine Affinität und Talent zum Schreiben natürlich Grundvoraussetzung sind.

M.Z.

28. Juni: Stadt stiften

Utz und Hassemer
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In der Sitzung am 28.06.2010, die unter dem Titel „Stadt stiften" stattfand, besuchten uns der Vorstandsvorsitzende der "Stiftung Zukunft Berlin" (stiftungzukunftberlin.eu) Dr. Volker Hassemer und die Referentin für Kommunalpolitik und Stadtentwicklung Judith Utz von der Heinrich-Böll-Stiftung (boell.de).

Von Haus aus Diplom-Geographin, kam Judith Utz bereits während des Studiums durch Aushilfstätigkeiten mit der Heinrich-Böll-Stiftung in Kontakt und ist dort seit einiger Zeit Referentin für Kommunalpolitik und Stadtentwicklung in Vertretung. In dieser Tätigkeit kümmert sie sich u.a. um Studien und Projekte mit dem Ziel, Wissen bereit zu stellen, politische Bildungsarbeit zu betreiben, kommunalpolitische Arbeit zu unterstützen und Ideen zu stiften.

Dr. Volker Hassemer kennt als ehemalige Berliner Senator für die Ressorts Stadtentwicklung und Umweltschutz sowie für Kulturelle Angelegenheiten die Stadt als Arbeits- und Themenfeld. In den 13 Jahren seiner Amtszeit erarbeitete er nach dem Fall der Mauer den neuen Berliner Stadtentwicklungsplan und eine neue Umweltstrategie für das vereinte Berlin. Daneben war Hassemer Ideengeber und Initiator von Projekten wie „Schaustelle Berlin", „Berliner Rede" und „Lange Nacht der Museen".

Die Arbeit im Bereich der vielgestaltigen Stiftungen erfordert, so betonen beide Gäste, ein gewisses Maß an Flexibilität und eine Offenheit, sich in unbekannte Themen schnell einzuarbeiten, außerdem politisches Interesse ohne direkte politische Teilhabe.

Wichtig ist es, Fachkompetenz in die Praxis zu übertragen und Ideen entwickeln und vermitteln zu können. Sprachliche Ausdrucksfähigkeit und Vorkontakte zur jeweiligen Stiftung schon während des Studiums ergeben bessere Chancen, in diesem Umfeld später auch tätig sein zu können. Stiftungen stärken Positionen und brauchen daher Menschen, die interessiert daran sind, sich einzumischen und Ideenanstöße zu geben.

T.E.

05. Juli: Stadt entwickeln

Frank
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Am Montag, den 5. Juli 2010, besuchte uns Daphne Frank von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz.de) im Rahmen der Vortragsreihe StadtStart. In ihrem Vortrag gab sie eine Einführung in Projekte, Tätigkeitsfelder und berufliche Einstiegsmöglichkeiten bei der GTZ.

Innerhalb der GTZ werden im Rahmen von Projekten wichtige Themen der Stadtentwicklung behandelt. In Prozessen der Dezentralisierung, Kommunalisierung und Stadtentwicklung in Ländern außerhalb der EU übernimmt die GTZ häufig eine Rolle als Mediator und unterstützt unterschiedliche Akteure innerhalb der Entwicklungsprozesse.

Die GTZ bietet hier vor allem technische Beratung und ökonomische Unterstützung für Entwicklungs- und Schwellenländer. Mit einem ganzheitlichen, werteorientierten und prozessorientierten Ansatz arbeiten sie direkt vor Ort mit den Partnern zusammen.

Daphne Frank nannte die Anforderungen sowie die anspruchsvollen Herausforderungen für eine Juniorposition bei der GTZ. Als fachliche Kompetenzen wurden die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, zu vernetzen, das fachübergreifende Denken, Kenntnisse von politischen Zusammenhängen und von internationalen entwicklungspolitischen Trends, sowie auch Sprachkenntnisse genannt. Als persönliche und soziale Kompetenzen sind Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit, Stress- und Frustrationstoleranz, soziale und interkulturelle Kompetenz, Management- und Führungspotenzial sowie eine ethisch geprägte Grundmotivation in Verbindung mit einem nüchternen Realismus gewünscht.

Der beste Weg, diese Anforderungen der GTZ zu erfüllen lernen und sich in diesem vielseitigen Tätigkeitsfeld auszuprobieren, ist ein Praktikum in der Institution selbst zu absolvieren. Empfohlen wird, sich dafür direkt an die Ansprechpartner der Projekte zu wenden.

J.M.

12. Juli: Stadt gründen

Schütze, Patel, Götze (v.l.)
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Zum letzten Termin der diesjährigen Stadtstartreihe waren TU-eigene Service-Dienstleister zu Gast, um ihre zahlreichen Angebote für Studierende sowie für Alumni vorzustellen. Weniger auf konkrete Berufsmöglichkeiten fixiert, wurden vor allem Möglichkeiten vorgestellt, sich schon während des Studiums mit später notwendigen Fähigkeiten auszustatten oder eigene Ideen und Projekte zum Beispiel in einer eigenen Unternehmensgründung umzusetzen.

Judith Schütze und Angelina Patel stellten den Career-Service (career.tu-berlin.de) vor, der vor allem mit seinem PREPARE-Programm in zahlreiche Studiengänge eingebettet ist. Hier können Studienrende aus verschiedenen Schwerpunktmodulen wählen, um sich Fähigkeiten zum Beispiel aus der Wirtschaft anzueignen. Weiterhin erhalten Studierende Beratung, werden mit Unternehmen in Kontakt gebracht oder können ihre Lebensläufe oder ihr individuelles Persönlichkeitsprofil überprüfen und bewerten lassen.

Den Gründungsservice (gruendung.tu-berlin.de) stellte Kristina Götze vor. Studienrende als auch Alumni finden hier Ressourcen und Ansprechpartner, um aus eigenen Ideen und Produkten Unternehmen zu entwickeln. Die Beratung erstreckt sich dabei von der Frühphase der Entwicklung, also die Konkretisierung einer Idee, über die Umsetzung der Unternehmensplanung bis hin zu Ressourcenangeboten wie die Vermittlung von Fördergeldern oder die Bereitstellung von Büroräumen direkt auf dem Campus der TU.

Obwohl im Fokus der Veranstaltung also entgegen der bisherigen Veranstaltungsreihe nicht die Berufe der Gäste standen, sondern deren "Produkte", schließt somit das diesjährige StadtStart mit einem Überblick über hilfreiche Angebote der Technischen Universität selbst und veranschaulicht somit insbesondere, dass es sogar an der eigenen Universität bereits zahlreiche Möglichkeiten gibt, den Weg der eigenen beruflichen Selbstverwirklichung auch über das eigentliche Studium hinaus zu fördern. Und auch "Gründung" und "Career" sind lediglich ein Ausschnitt daraus.

R.V.

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