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TU Berlin

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Projekte & Exkursionen 2014

Hier finden Sie Informationen über laufende bzw. abgeschlossene Projekte und Exkursionen des Masterstudiengangs. Welche Aktivitäten demnächst geplant sind, können Sie im Lehrangebot einsehen.

Exkursion nach Erfurt und in den Saalebogen vom 9. bis 11. Juli

Lupe

Thüringen war das Ziel der diesjährigen Kurzexkursionen des Masterstudiengangs Historische Urbanistik, die am Ende des Sommersemesters in zwei Gruppen nach Weimar und nach Erfurt führten. Hier wurden vor allem Fragen der Stadt-Land Urbanität in den Blick genommen. Das besonders dichte Städtenetz in Thüringen macht mittelalterliche Urbanisierungsdynamiken ebenso sichtbar wie städtische Prosperität und kulturelle Prägekraft im 17. und 18. Jahrhundert. Zugleich werden Ambivalenzen und Widersprüche europäischer Geschichte und Gegenwart nicht nur an Gedenkorten im Stadtgefüge spürbar.

Der thematische Schwerpunkt der von Celina Kress und Thomas Bürk begleiteten Reise lag auf stadtlandschaftlichen Raumerfahrungen. Stadterkundungen in Erfurt führten zuerst in die Arbeiterviertel im Norden und Süden der Stadt, die heute auch Standorte alternativer Kulturinitiativen sind. Die nahezu unzerstörte und inzwischen aufwändig restaurierte mittelalterlich geprägte Altstadt wurde als beeindruckender Kontrastraum mit zentraler Bedeutung für die touristische Vermarktung der Stadt wahrgenommen. Eine Fahrradtagestour in das Städtedreieck des Saalebogens lieferte weitere Ein- und Ausblicke in Fluss- und Stadtlandschaften, die für die Kulturproduktion der Klassik und Romantik prägend waren. So bilden die Besuche Schillers in Rudolstadt gegenwärtig den Kern urbaner Markenpolitik, mit der die Stadt um Aufmerksamkeit und Besucher wirbt.

Ein Rundgang mit dem Spaziergangskünstler Stefan Andres auf den ehemaligen Blumenfeldern und durch die Küchendörfer Erfurts, die heute teilweise durch Großwohnsiedlungen geprägt sind, rundeten die Erkundungen urbaner Übergangszonen ab.

Weitere durch die Reise angeregte Überlegungen und Beobachtungen zu Themen des Stadt-Land Austauschs (zum Beispiel zu Tieren in der Stadt, TFF Rudolstadt, Großwohnsiedlungen und demografischem Wandel oder der Via Regia und anderen Formen globaler Vernetzung) sind in einem Blog versammelt: http://metropoliserfurtsaalebogen.wordpress.com

Exkursion nach Weimar vom 9. bis 11. Juli

Lupe

Wie kaum eine andere deutsche Kleinstadt steht Weimar für die Widersprüchlichkeiten und Ambivalenzen europäischer Geschichte. Jenseits dieser Funktion als Erinnerungsort ist Weimar vor allem ein Provinzstädtchen auf dem Thüringer Lande, in dem Prekarität und Wohnungsmangel ebenso zum Alltag gehören wie die Touristenströme. Diese Zusammenhänge in den Blick zu nehmen und vor dem Hintergrund aktueller Debatten von Stadt-Land-Urbanität zu diskutieren war das Ziel einer  sommerliche Studienexkursion des Masterstudiengangs Historische Urbanistik.
Dabei widmeten wir uns Fragen nach der Konstruktion und Veränderung von Geschichtsbildern, die anhand Diskussionen und Führungen zu Weimar um Nationalsozialismus, der Klassik sowie der Rezeptionsgeschichte Friedrich Nietzsches genauer beleuchtet wurden. Welche Debatten die Weimarer Stadtpolitik aktuell bestimmen, zeigte sich in Treffen mit Akteuren der regionalen Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings,  der Transition-Town-Bewegung sowie des Hausprojekts Hababusch. Nicht zuletzt erlaubte es eine ausgedehnte Outsider-Tour mit Steetworkerin Kathrin Schuchardt, die oftmals prekären Lebensbedingungen an den Peripherien der Stadt sichtbar zu machen.
Berichte und Reflexionen unserer Erkundung können Sie in dem Blog „Der Weimar-Komplex“ nachlesen.

Exkursion nach Paris vom 17. bis zum 22. März

Lupe

Im Mittelpunkt der von Christoph Bernhardt und Denis Bocquet geleiteten Exkursion standen Fragen der Stadtgeschichte und Regionalentwicklung in Groß-Paris. Einen Schwerpunkt bildeten dabei die städtische Peripherie der „Banlieue“ und die „Neuen Städte“ (Villes Nouvelles). In der Ville Nouvelle Marne-la-Vallée im Westen der französischen Hauptstadt wurden mit Professoren und Studenten der Universität Paris 10 historische und neuere Tendenzen der Stadtentwicklung diskutiert. In mehreren Vorträgen und Treffen mit Architekturhistorikern und Regionalplanern lernten die Teilnehmer zudem die Herausbildung von „Groß-Paris“ im Verlauf des 20. Jahrhunderts und aktuelle Planungsvorhaben kennen. Sozialpolitische Herausforderungen in der Banlieue wurden in Begegnungen mit Vertretern von Kommunalverwaltungen und Bürgergruppen diskutiert. Besuche der klassischen Sehenswürdigkeiten sowie gemeinsame kritische Reflektionen über den „Mythos Paris“ vermittelten ein differenziertes Bild der französischen Metropole.

StadtStart: Perspektiven im Arbeitsfeld Stadt

Lupe

Stadt als Forschungsfeld und Gestaltungsraum, als Beruf und Berufung: Mit der Vortragsreihe „StadtStart" eröffnet das CMS auch in diesem Jahr wieder spannende Einblicke ins Arbeitsfeld Stadt.
StadtStart im Sommersemester 2014: Alle 14 Tage neue Perspektiven auf die Stadt!

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