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TU Berlin

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Projekte & Exkursionen 2016

Hier finden Sie Informationen über laufende bzw. abgeschlossene Projekte und Exkursionen des Masterstudiengangs. Welche Aktivitäten demnächst geplant sind, können Sie im Lehrangebot einsehen.

14. - 16. Juli: Studierende des Masterstudiengangs Historische Urbanistik auf Exkursion in Dresden

Lupe

Unter der Leitung von PD Dr. Paul Sigel (Assoziierter Wissenschaftler und ehemaliger Gastprofessor am CMS) setzten sich 13 Studierende des Masterstudiengangs Historische Urbanistik während einer mehrtägigen Exkursion im Juli 2016 mit Traditionslinien, Innovationen und Identitätskonstruktionen sowie aktuellen stadtpolitischen Fragestellungen am Schauplatz Dresden auseinander. Dabei standen vor allem der Topos Kulturstadt, Rekonstruktionsdebatten, Gedenk- und Erinnerungspolitik 13. Februar 1945, die Gartenstadt Hellerau, die Auseinandersetzung mit der Dresdner Nachkriegsmoderne, der Streitfall Waldschlösschenbrücke einschließlich des Entzugs des UNESCO-Welterbetitels für das Dresdner Elbtal sowie immer wieder die Auseinandersetzung mit Dresden als Bühne für Pegida im Zentrum der Führungen, Gespräche und Diskussionen. Vor Ort begleiteten uns namhafte Expertinnen und Experten, so unter anderem Karl-Siegbert Rehberg (Professor für soziologische Theorie und Kultursoziologie an der TU Dresden), Thomas Will (Professor für Denkmalpflege und Entwerfen an der TU Dresden), Prof. Gilbert Lupfer (Leiter Forschung und wissenschaftliche Kooperation der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden), Dr. Gorch Pieken (Wissenschaftlicher Direktor des Militärhistorischen Museums Dresden), die Architekturhistorikerin Tanja Scheffler sowie die Schriftstellerin Franziska Gerstenberg, die uns im Rahmen von Rundgängen, Vorträgen, Lesungen wertvolle, fundierte und äußerst ergiebige Einblicke in spannende, aber auch sehr kontroverse Themenfelder zu Geschichte und Gegenwart Dresdens ermöglichten und dadurch wertvolle Impulse für ebenso nachdenkliche wie engagierte Diskussionen boten.

30. Juni - 02. Juli: Gesamtkunstwerk der Moderne - MA Exkursion nach Celle

Lupe

„So in der Gegend zwischen Hamburg und Hannover” (de Fries 1925) entdeckten die Masterstudierenden der Historischen Urbanistik auf ihrer Sommer-Exkursion unter Leitung von Celina Kress (CMS) die Stadt Celle: ein Gesamtkunstwerk der Moderne. Ein neues Leitbild ist das aktuelle Ziel der komplett erhaltenen und bestens restaurierte Fachwerk- und Residenzstadtstadt. In Vorbereitung des 100 jährigen Bauhaus Jubiläums 2019 rückt das Erbe des Architekten Otto Haesler in den Blick: radikal soziale Siedlungen, kompromisslos moderne Ladenumbauten im historischen Zentrum, Mobiliar für eine rationelle Wohnkultur, Projekte in Celle, für die Haesler 1928 die ihm angebotene Leitung des Bauhauses in Dessau ausschlug. Die Architekturhistorikerin Dr. Simone Oelker führte zu allen wichtigen Belegen dieses städtebaulichen Gesamtkunstwerks, das die Stadt gerade neu entdeckt. Die Studierenden hatten die Möglichkeit, mit Vertreter*innen der Stadtpolitik zu diskutieren, Bewohner*innen von Haesler-Bauten und -siedlungen zu befragen und in der Fußgüngerzone weitere Methoden der Sozialforschung zu erproben. Ihre Ergebnisse fließen in den Leitbildprozess der Stadt Celle ein.

27. März - 02. April: Exkursion nach Istanbul

Lupe

23 Studierende der Historischen Urbanistik unter Leitung von Stefan Höhne (CMS) erkundeten im März 2016 eine Woche lang Istanbul. Vorbereitet durch das Seminar „Istanbul: Kaiserstadt – Sultanstadt – Megastadt“ analysierte die Gruppe in einem dichten Programm die vielfältigen Dynamiken und Akteure der Stadtproduktion. Sie spürten den Semiotiken der Alltagskultur nach, widmeten sich der vielfältigen Ernährungsgeschichte der Stadt und erkundeten die heterogenen Nutzungen öffentlicher Räume und Stadtquartiere. So erlebten sie in Talabasi ein Viertel, deren Bewohner_innen sich einer massiven Gentrifizierung ausgesetzt sehen und sich doch als erstaunlich widerständig und resilient erweisen.

In Begehungen wie Diskussionen in der Hrant-Dink-Foundation näherte sich die Gruppe den historischen Spuren und Erinnerungspolitiken des Genozids an der armenischen Bevölkerung. In einem vielfältigen Programm  hat die Exkursion so wertvolle Einblicke in eine sich rasant wandelnde städtische Gesellschaft voller Widersprüche und Konflikte gewonnen: von der Militarisierung des öffentlichen Raums und der Krise touristischer Ökonomien im Kontext des zunehmenden Terrorismus bis zu Repressionen gegenüber Wissenschaftler_innen an den Universitäten.

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